West-Australien 2006 |
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Teil 2: Perth – eine einsame Metropole; und Fremantle
Um es gleich zu sagen . . .
Australienfans sind wir auf dieser Reise nicht
geworden. Aufrichtig gesagt, obwohl es hat uns sehr gut gefallen hat, gab es
doch einige
gewichtige Negativeindruecke,
an die wir uns nur schwer gewoehnen konnten.
- die unendliche Weite
sicherlich fuer viele eher ein positiver Aspekt von Australien. Doch wir kamen uns manchmal mehr als einsam vor, wenn ueber 400 bis 500 km
nichts anderes zu sehen
war als eintoeniges Buschland, Strassen die scheinbar
nirgendwo hinfuehrten, gesaeumt
von toten Tieren und wir
nur
ab und zu einem der riesigen Road – Trains begegneten,
die bedrohlich auf uns zurasten.
An
eine Panne durfte man nicht denken, denn unser Handy verlor sehr oft den
Funkkontakt. Natuerlich hatten wir immer reichlich
Verpflegung
mit, freuten uns aber
sehr, wenn wir unser naechstes Ziel erreicht hatten.
-
die Outback –
Fliegen
am uebelsten aber
waren die Schwaerme von Outback-Fliegen. Hartnaeckig setzten sie sich in Nase, Mund, Ohren und Augen
fest und
man
war staendig damit beschaeftigt,
sie zu vertreiben. Und das bis abends gegen 20Uhr. Keine Creme, kein Oel, weder Autan noch die
australischen
" Geheimmittel " konnten Abhilfe schaffen.
Wanderungen in den Bergen oder an der Kueste wurden
so oft zu einer Tortur.
Es
wurde uns zwar versichert, dass diese Massen in diesem Jahr die absolute
Ausnahme sind, doch das troestete uns nur wenig.
Besser
wurde
es erst, als wir einen Hut mit einem Moskitonetz gekauft hatten. Sah zwar bloed aus, half aber wirklich. Wie sagte doch ein
Traveller:
Die Australier im Outback
sind wirklich nett und hilfsbereit, doch so freundlich sind sie nicht, dass sie
Euch
dauernd zuwinken, sie versuchen lediglich die
Fliegen zu vertreiben.
-
Probleme in Deutschland
leider war die Reise auch noch ueberschattet durch Krankheit und Tod unserer Tante in
Berlin. Wir mussten deshalb die Reise vorzeitig
abbrechen,
so dass Kangeroo Island, Ayers Rock usw
gestrichen werden mussten.
Aber wir gehen davon aus,
dass wir Australien noch eine " 2.
Chance " geben werden ( ETWAS IRONISCH GEMEINT ).
Weiter
nach Perth
Unser Flug nach Perth von
Kuala Lumpur ging ja erst am Sonntag, den 15.01.2006 um 19Uhr, mit einer
Zwischenlandung in Sabah.
Jetzt warten wir auf den
Weiterflug nach Perth.
Fuer 18Uhr hatten wir ein Taxi bestellt. Kam etwas verspaetet, reichte aber fuer den " CHECK – IN ". Nur bei der Platzreservierung hatte der Stewart
Probleme. Irgendwie
schienen da Vorreservierungen zu sein. Das konnten wir aber im Flugzeug regeln,
so dass wir wie gewuenscht sassen.
Der Flug
war,bis
auf die bloede
Zwischenlandung in Sabah o k. Gegen 5Uhr
morgens landeteten wir dann in Perth. Da wir die
Abholung von unserem Hotel nicht
angefordert hatten, war auch kein Wagen vom Hotel da. Wir nahmen fuer 13AU$ pro Person ein Sammeltaxi und wurden quasi vor der Haustuer
abgeliefert.
Perth
und Fremantle
Perth
Wir nutzten den
kostenlosen Transport vom Hotel zur City von Perth und fanden eine
ausgesprochen sympathische Grossstadt vor.
Im wirtschaftlichen und
kulturellem Zentrum, der Metropole von Westaustralien, Perth, leben knapp 1,4 Millionen Menschen. Und das sind fast 71%
der
Westaustralier. Daraus kann abgeleitet werden, wie leer das uebrige riesige Land ist. Erfreulich ist, dass trotz Wolkenkratzer und modernen
Einkaufszentren viele
traditionelle Haeuser erhalten und restauriert
wurden, und eine Auflockerung der Stadt durch viele Gruenflaechen
erreicht
worden ist. Ueberschaubar mit freundlichen Menschen, und in den
Seitengassen ist noch haeufig der Charme des 19.
Jahrhunderts zu entdecken.
Ausgesprochene Sehenswuerdigkeiten fehlen zwar, aber dank des sehr angenehmen Klimas ist ein Bummel durch die City, vor allem durch die
Fussgaengerzonen lohnenswert. Der Verkehr fliesst ruhig dahin und es entsteht das Gefuehl,
dass wesentlich mehr Ruecksicht genommen wird als in
anderen hektischen Grossstaedten. Sehenswert fanden wir die City mit dem geschaeftigen Einkaufszentrum. Ein Besuch lohnt das "
Westaustralische
Art-Museum ". Etliche
historische Gebaeude um das " Old Court House " sind in einem
sehr guten Zustand und durchaus mehr als ein Blick wert.
Auch einige Kirchen aus
dem 19. Jahrhundert, wie z. B. die St. Mary's Cathedral, lohnen
einen Besuch
Ein reichhaltiges Angebot an gemuetlichen Cafes und Restaurants laden zu einer entspannten Teepause ein. Alles in allem reichen aber 2 Tage um einen
Eindruck von Perth zu
bekommen.
So recht wussten wir nicht, was nach Perth kommen soll. Ein Angebot besteht, mit einem Backpacker – Bus eine Rundfahrt durch West – Australien zu
machen. Dieser Bus haelt an den wichtigsten Sehenswuerdigkeiten.
Uebernachtet wird auf den
nahe gelegenen Campingplaetzen in denen Unterkuenfte,
im Stil von
Jugendherbergen, bereitgestellt sind. Die Aufenthaltsdauer kann jeder selbst
bestimmen, man nimmt dann eben den naechsten Bus.
Eine
andere Moeglichkeit
war, mit normalen Bussen zu reisen ( wie wir es von Asien her kennen ), aber
das ist hier doch sehr umstaendlich.
Wir hatten uns dann nach
kurzer Ueberlegung, fuer
die andere Alternative entschieden, und mieteten fuer
knapp 4 Wochen ein mittleres Wohnmobil.
Den Start planten wir fuer den uebernaechsten Tag und wollten als erstes die Suedroute " in Angriff " nehmen. Und so blieb uns noch ein Tage Zeit,
um uns die kleine
Hafenstadt Fremantle
anzuschauen.
Leider kamen wir erst am spaeten Vormittag mit dem Zug weg, so dass fuer Rottnet Island keine Zeit mehr blieb. Wir sagten uns, kein Problem, dass
schaffen wir auf dem Rueckweg. Aber wie heisst noch
ein altes Sprichwort:
Was Du HEUTE
kannst besorgen, das verschiebe nicht auf MORGEN
Und so haben wir Rottnest nur als ferne Insel vor Fremantle kennen gelernt.
Eine tolle historische Hafenstadt mit vielen schoen restaurierten Haeusern aus der Kolonialzeit. In dieser Kleinstadt, in der Hochhaeuser und grosse
Einkaufszentren fehlen,
kann man herrlich bummeln und alles laesst sich zu Fuss erreichen, ob Geschaefte, Cafes
oder Sehenswuerdigkeiten. Am
Fischereihafen gibt es
eine gute Auswahl guten Fischrestaurants und einigen " Fish and Chips " Laeden. In einer
Seitenstrasse haben wir etliche
Kunstgalerien gefunden,
die in der Hauptsache die Kunst der Aborigines ausstellten.
Hier bekamen wir auch etliche Informationen ueber die
Ureinwohner, mehr als wir
anderswo erfahren haben. Viele gemuetliche Strassencafes laden zum Verweilen ein.
Wir haben eine 2stuendige Stadtrundfahrt gemacht, und konnten uns so einen umfassenden Ueberblick ueber das huebsche Staedtchen verschaffen.
Leider hatte unser Guide
den extremsten australischen Slang drauf, so dass wir so gut wie nichts
verstanden. Dafuer hatte er seinen Spass und lachte
laut schallend ueber seine Witze.
Wer in Perth ist, versaeumt
etwas, wenn er Fremantle
nicht besucht hat, und auch Rottnest
Island ( wie wir, unverschuldet ).
Details ueber die Historie sind, wie immer, in den Reisefuehrern sehr gut beschrieben.
Die Fahrt mit dem Zug war
im uebrigen sehr angenehm.
Und Morgen starten wir
unsere Tour in Richtung Sueden.