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zurück Hompage zurück Auswahl Reisebericht NordWest DIA-Show Bunbury

                   

 

West-Australien 2006

 

 

 

 

 

Teil 3:  Westaustralien SUED

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rundreise WA -  Sued

           - Auf geht’s

        - zu den Delfinen nach Bunbury

        - am Hemelin Bay

        - Augusta mit Kap Leeuwin

        - Valley of Giant

        - Tree Top Walk

 

Auf geht's

 

Nun hatten wir also unser Zuhause fuer die naechsten 4 Wochen, stellten aber schnell fest, dass es doch kleiner war, als es auf dem Prospekt zunaechst aussah. Ein Tausch war nicht mehr moeglich, also passten wir uns an ( siehe Kapitel " Campingplaetze " im allgemeinen Teil ). Behutsam machten wir uns mit unserer neuen " Wohnung " vertraut. Wir fuhr langsam vom Parkplatz und musste als erstes links  abbiegen. Fuer den Seitenabstand nach rechts hatten wir noch nicht das richtige Gefuehl. Das eine oder andere Mal warnte Lilo laut, " nicht soweit nach rechts " !! Ansonsten war der Start problemlos und relativ schnell gewoehnten wir uns an den Linksverkehr. Die erste Teilstrecke hatten wir zur Einuebung bewusst kurz gewaehlt. Ziel war die kleine Hafenstadt BUNBURY, ca. 185 km suedlich von Perth. Es war herrliches Wetter und so machten wir uns gut gelaunt auf dem Weg zu unserer ersten Etappe. Der Verkehr auf dem Highway war ueberschaubar und  floss ruhig und diszipliniert dahin. Zunaechst fuhren wir zum Einkaufen  in ein " Wine – Store " und kauften Lebensmittel fuer den 1. Tag ein. Ausserdem ein paar Flaschen Rotwein, sowie ein 20er Pack Bier.  Tja und dann ging es Richtung Bunbury, unserer 1. Station. Nachdem wir Perth ( ohne nennenswerte Probleme ) verlassen hatten, fuhren wir gleichmaessig ( ca. 85km/h ) in Richtung Sueden. Mittags machten wir Rast an dem wunderschoenen Strand von Binningup, 40km vor Bunbury, wanderten ein wenig am Strand entlang und genossen  das schoene Wetter. Das Wasser klar und blau lud ja eigentlich zu einem Bad ein, aber uns war es zu frisch und so hielten wir lieber einen kurzen Mittagschlaf. 

 

 

 

 

Bunbury

 

In Bunbury, einer kleinen ueberschabaren Stadt, kamen wir gut zurecht und hatten unseren geplanten Campingplatz schnell gefunden. Die Gebuehr

kam uns anfangs doch recht hoch vor ( 35AU$ ), aber zu den Stellplaetzen gehoerte ein festes Haus in dem  eine Toilette/Dusche und in einem

grossen Vorraum eine Kueche eingebaut war. Deshalb fanden wir den Preis dann schon o k.

Wir wollte versuchen am nahen Barbecue unser Fleisch zu grillen, kamen aber damit nicht zurecht. Lernten es dann spaeter von den Australien mit dieser Einrichtung, die es ja auf jedem Campingplatz gab, umzugehen. 

Heute sollte der Delfintag sein, aber leider war es schon sehr spaet als wir endlich aufwachten. Deshalb machten wir zunaechst eine Stadtrundfahrt. An interessanten Punkten konnte man aussteigen und dann mit einem spaeteren Bus weiterfahren. Wir stiegen am Vogelpark aus. Hier lernten wir dann bunten Papageien, Sittiche, halbzahme Kaengurus und andere heimische Voegel und Tiere kennen. Der Park ist recht grosszuegig angelegt und so verbrachten wir ein paar Stunden bei den Tieren. Uns hat der Park ganz gut gefallen. Am naechsten Tag wollten wir weiterfahren, aber nicht ohne vorher bei den Delfinen gewesen zu sein.

Nach dem Fruehstueck haben wir zusammen gepackt und sind zum " Dolphin – Center " gefahren. Schoener Strand, relaxt und zwei Stunden  auf die

Delfine gewartet. Aber die hatten offenbar Besseres zu tun. Und im uebrigen waren sie ja gestern den ganzen Vormittag in der Bucht, so die Ranger

am Strand ( irgendwie kam uns der Spruch bekannt vor, wie die Elefanten im NP von Sri Lanka ). 

Also weiter in Richtung Augusta.

 

 

Richtung Augusta

 

Wir waren mit der Zeit knapp geworden, und da noch etwas ungeuebt wollten wir nur ungern im Dunkeln fahren. Deshalb haben wir auf den Besuch einer der vielen Hoehlen, die auf dem Weg nach Augusta liegen verzichtet. Wir haben viele der schoensten Hoehlen der Welt gesehen, so dachten wir, also wird uns nicht allzu viel entgangen sein. Die Hoehlen werden auch in den einheimischen Werbeprospekten kaum erwaehnt, das war ein weiterer Grund, keinen Hoehlenstop einzulegen. Der ersten Campingplatz den wir

sind. Meine Gott, ein Abend in Australien ohne das leckere anfuhren, lag sehr einsam und hatte am Eingang einen Hinweis, dass auf diesem Platz Alkohol nicht erlaubt ist. Wir haben auch niemanden dort gesehen, so dass wir gleich umgekehrt australische Bier. Das muss aber doch nicht sein. Der naechste Campingplatz " Hemelin Bay " wirkte uebervoll. Es war Wochenende und immer noch hatten die Australier  Schulferien. Aber ein Plaetzchen ist doch immer noch irgendwo frei. Und so fanden wir auch einen recht akzeptablen Platz. Ein wenig umgeschaut und dann mit einem Bier an den Strand gesetzt ( wie es auch die Australier machten ). Unglaublich, aber wahr. Am morgen hatten wir 2 Stunden auf einen Delfin gewartet,

und kaum sassen wir hier am Strand, sagte Wolfgang ploetzlich aufgeregt, "   daaa ein Delfin ", und wirklich ein ( oder zwei ) Delfine schwammen nur wenige Meter vor uns entfernt durch die Bucht. Zeigten immer wieder mal ihr " Gesicht ", fuehrten zwar keine Freudenspuenge aus, waren aber manchmal komplett zu sehen. Man, war das ein toll, vor allem weil ja morgens nichts von ihnen zu sehen war. Die Australier sahen dem Treiben sehr gelassen zu.

Die noch groessere Attraktion ist einfach die gewaltige See. Mehrere hundert Meter vorm Strand muessen Riffe sein, an denen die haushohen Wellen

brechen. Ein unglaublicher

Anblick. Wie sich die See auftuermt und dann in weisser Gischt zusammenbricht. Wie ein Gischt spuckender Drache tobt die See da draussen herum.

Wirkt aber auch etwas bedrohlich. Nachdem die meisten Lichter erloschen waren, konnten wir den traumhaft schoenen Sternenhimmel der suedlichen

Erdhalbkugel bewundert. Und hin und wieder tauchte auch eine Sternschnuppe auf. Ob die Wuensche erfuellt werden? Und es war doch erheblich

kuehler als wir erwartet hatten.

Eine tolle kleine Wanderung durch die  Klippen am Strand gemacht. Jetzt sah man die gewaltige Wucht des Meeres noch deutlicher. In diesen

Wellenbergen, mit den hohen Felsen in der Mitte, waere kein Surfer in der Welt zu recht gekommen. Der Blick auf scheinbar unendlichen

menschenleeren, schoenen Straende verdeutlichte, wie riesig Australien ist ( dieser Eindruck entstand vor allem beim Auto fahren ).

 

 

 

Augusta mit Kap Leeuwin

 

Dann ging es weiter in Richtung Augusta. Hier wollten wir den suedwestlichsten Punkt Australiens sehen und das Zusammentreffen der  beiden

Weltmeere " Indian Ocean " und " Southern Ocean " beobachten. Der Leuchtturm ist eine Wucht, aber noch beeindruckender die tobenden beiden

Weltmeere. Als haetten sie einen Wettstreit untereinander ausgemacht, so wueteten sie gegen die Felsen und Klippen an. Und wir standen da und

konnten nur staunen. Den Aufstieg zum Leuchtturm ( 35m ) machten wir nicht, da Wolfgang  wie immer  bei solchen Gelegenheiten, seine 

Hoehenprobleme hatte ( oder vorschob, da er vielleicht keine Lust hatte, die " paar " Stufen zu steigen? ).

Hier demonstriert die Natur wie maechtig und gewaltig, und dabei schaurig schoen, sie sein kann.

Etwas weiter nach Osten gibt es viele kleine schöne Buchten, in denen gebadet werden kann. Aber uns war es einfach zu kuehl zu baden. Im

Staedtchen Augusta haben wir dann zum ersten Mal " Fish and Chips " probiert. Das schmeckten wir, der Fisch war fangfrisch und nicht aus der

Kuehltruhe, und die Chips waren im frischen Oel gebacken. Es schmeckte koestlich. Wir haben " Fish and Chips " noch oefter auf unserer Reise

gegessen, aber nirgendwo war es so lecker wie hier.

 

 

 

Valley of the Giant

 

Dann ging es weiter in Richtung Albany. Endlose Strassen, mit kilometerlanger gleich bleibender Vegetation, fast schlaeft man am Steuer ein. Viele

tote Tiere am Strassenrand, aber wir haben auch lebende Kaengurus gesehen, die zum Glueck in die richtige Richtung liefen.

Noch seltener sind Autos. Manchmal kommt ein wenig Angst auf, was ist wenn . . . . Aber das muss man schnell unterdruecken. Auf einem Teilstueck

hatten wir ueber eine Stunde weder Tier, noch Auto, noch Mensch gesehen. Da kommt doch etwas Einsamkeit auf. Es gibt auch keine Hinweisschilder

mehr und da kann man nur hoffen, dass man sich auf der richtigen Strasse befindet. Und dann endlich die ersten Wegweiser zu unserem geplanten

Ziel, " Valley of the Giant " Ein unbedingter MUSS ist das Tal " Valley of the giant ". Hatten wir in Malaysia, im " Taman Negara Urwald ", schon

geglaubt die groessten und maechtigsten Baeume gesehen zu haben, so mussten wir hier unsere Meinung korrigieren. Das war ein mehr als

beeindruckendes Erlebnis. Die majestaetischen Riesen werden bis zu 90m hoch und nur wenig Sonnenlicht durchdringt die dichten Gipfel. Bei den

Riesen handelt es um Eukalyptusbaeume, die auch nicht mehr geschlagen werden duerfen.  An einem der hoechsten Baeume hatte man aus Stahlstangen

Stufen angebracht, so dass man bis in den Gipfel  aufsteigen konnte. Voraussetzung, man muss absolut schwindelfrei. Wolfgang hat immerhin 10m von

den ueber 60m geschafft. Lilo waere garantiert bis zur ersten Plattform, ca. 30m , gekommen, aber leider waren die Abstaende zwischen den

einzelnen Staeben zu gross fuer sie, so dass sie nach 20m ihre Klettertour abgebrochen hat. Das war schon toll, diese Baumriesen zu sehen.

Wir mussten immer wieder an " Baumbart und seine Ents " aus " Herr der Ringe " denken. Jetzt wussten wir wo die restlichen Ents ( oder waren es

vielleicht die Ents – Frauen? ) geblieben sind.

Uebernachtet haben wir bei Northcliff in einem recht ordentlichen Caravan – Park.

Es war immer noch sehr kuehl, so dass wir immer noch nicht im Meer gebadet haben.

 

 

 

Denmark

 

Unser heutiges Ziel war der " TREE TOP WALK " Wanderpfad bei dem Oertchen Denmark.

Ein Trip in schwindelnder Hoehe durch die Gipfel der Giganten des Urwaldes. Wolfgang  nahm keine Ruecksicht auf seine Hoehenangst, dieser Trail

musste gemacht werden. Und er hat ihn glaenzend gemeistert. Daran anschliessend war noch ein ca. 1km langer Weg, auf dem die Riesen z. T. so

ausgehoehlt waren, dass man durch sie hindurch gehen konnte. Und der Baum lebte trotzdem, was in luftiger Hoehe an dem Gruen seine Blaetter

deutlich zu sehen war. Der groesste von den Riesen ist der " GIANT TINGLE TREE " mit einem Umfang von ueber 20m.

Das haetten wir in Australien nie und nimmer erwartet. Das ganze erstreckte sich auf eine, fuer uns nicht ueberschaubare, riesige Flaeche. Hier

haben wir viel Zeit verbracht. Spaeter dann eine Rast an einem Viewpoint mit phantastischer Sicht auf die schier unendlichen scheinenden weissen

Sanstraende und dem glasklarem türkisfarbenen Wasser. Einsamkeit soweit das Auge reichte, nur ein Großvater mit seinem Enkel und einem kleinen

Boot vergnügte sich im seichten Wasser.  Zu diesem Zeitpunkt konnten wir die jeweils benötigte Zeit noch nicht richtig einschätzen, und wir wollten ja

mindestens bis Exmout hoch, deshalb haben wir leider auf einige Attraktionen in Denmark und Albany verzichten muessen und fuhren, nach einem

Einkauf bei Woolworth, in Richtung WAVE ROCK weiter. Die Strecke war zu lang, als dass wir sie in einem Stueck haetten schaffen koennen.

Wir verliessen also den Sueden und fuhren von nun an in noerdliche Richtungen.

Heute bedauern wir es, dass wir nicht das richtige Timing hatten und das uns eine schlechte Vorahnung immer schnell weiterziehen liess. Es gibt noch

so viel an Natur an der Suedkueste zu sehen, und erst jetzt wird uns so richtig bewusst, wie viel wir verpasst haben.