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West-Australien 2006 |
Teil 4: Westaustralien Richtung West-Nord
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Kapitel:
-
zum NP Stirling Ranch
- auf
zum WAVE ROCK
- Wave Rock
- York
- Pinnacles - Desert
Unser Weg fuehrte also
von Albany aus nun in Richtung Norden. Hauptziel war der beruehmte
WAVE ROCK. Da wir in Albany etwas spaet starteten,
entschlossen
wir uns, auf halben Weg im NP Stirling
Ranch zu uebernachten. Auf dem Weg dorthin fanden wir eine abwechslungsreiche Landschaft
vor die
uns gefiel. Die Strasse gesaeumt von einer schroffen
Gebirgskette deren Gipfel bis zu 1050m hoch sind. Hier sollen im australischen
Winter
sogar
ab und zu ein paar Schneeflocken fallen. Vor allem ist dieses Gebiet ein
wichtiges Rueckzugsgebiet vieler Tierarten, und damit
ideal fuer Bergtouren
und
Naturfreunde. Fuer uns aber leider nur eine
Zwischenstation auf dem Weg zum WAVE
ROCK. Der Campingplatz fast leer.
Ein wenig einsam kamen
wir uns
doch manchmal vor. Da faehrt man stundenlang durch die
Landschaft, begegnet hin und wieder
einen " Road Train
", und trifft auf dem Campingplatz
gerade
mal den Platzwart an. Und der spricht einen Slang, da versteht man chinesisch
besser.
Auch
hier war das Klima noch recht angenehm.
Der
Campingplatz hat einen akzeptablen Internetanschluss. Also erst einmal unsere
Mails nachgelesen.
Am naechsten Tag ging es weiter in Richtung " WAVE ROCK ".
Der Zielort heisst HYDEN. Und viele Wege fuehren dorthin, oder auch nicht. Wann auch immer, es muss
in dieser Region kuerzlich maechtige
Monsunregen
gegeben haben. Viele Strassen hatten Wasserschaeden und waren teilweise nur einspurig befahrbar.
Dann kam ein Abzweig nach HYDEN, der
laut Karte
eine Abkuerzung von 20km
sein sollte, und die Strasse wurde immer schmaler. Nach ca. 20km war dann der Weg zu Ende. Unsere
Strasse muendete in
einen grossen See. Auf
der Strasse stand dann noch ein Schild "
ROAD CLOSED ". Also 20km zurueck. Na gut,
dachten wir, wir hatten ja Zeit. Dann
muessen wir halt die laengere Strecke in Kauf nehmen. Irgendwann ging es rechts
ab nach HYDEN ( wieder eine Abkuerzung ). Diesmal allerdings nur eine
rote Sandstrasse, aber mit fester Decke, so dass
sie sich problemlos befahren liess. Diesmal war nach
25km Schluss. Wir mussten feststellen, dass wir auf
der anderen Seite des Sees angekommen waren.
Wieder das Schild " ROAD CLOSED ". Und fuer uns hiess es, wieder zurueck. Ab
jetzt fuhren wir keine
Abkuerzungen mehr, und es ging auf der
Hauptstrecke direkt nach HYDEN.
Am fruehen Abend
erreichten wir dann das " Wave Rock
" – Resort. Und diesmal war es schwuel warm
und wieder voller laestiger Fliegen. Zum ersten Mal
hatten wir richtig Lust auf ein Bad. Und das
Resort hat einen kleinen Swimmingpool, in dem wir uns erst einmal ausgiebig abkuehlten. Jetzt waren wir auf
den "
WAVE ROCK " gespannt. Die Nacht war nicht so angenehm, es war zu schwuel. Als wir aufwachten hoerten
wir die ersten Regentropfen auf unser
Dach fallen. Der Regen
fing gemaechlich an, entwickelte sich dann aber zu
einem maechtigen Monsunregen. Und das ausgerechnet
heute am " WAVE ROCK " .
Wir fruehstueckten erst
einmal. Einige Regenpausen liessen Hoffnung aufkommen, dass wir doch noch relativ
trocken den " WAVE ROCK " sehen
koennen.
Dann klarte der Himmel etwas auf, und wir gingen in Richtung " WAVE ROCK ". Unsere Regenschirme nahmen wir
vorsichtshalber mit. Also da hat sich die
Natur wieder mal ein Denkmal gesetzt, das einfach
nur bestaunt werden kann. Wie der Name schon sagt, sieht der Felsen wie eine
riesige Welle aus, die kurz
vor dem Brechen zu Stein wurde, und von
unterschiedlichen farbigen Streifen durchzogen ist. Entstanden sind diese
Farbschattierungen durch das fliessende
Wasser das mal mit Eisen, mal mit Kohlensaeure durchsetzt war. " WAVE ROCK " ist Teil des Granitberges " Hyden Rock ". Vom Gipfel (
60m hoch ) aus hat
man einen schoenen
Rundblick auf die Umgebung. Vor allem passte auch die bizarre Vegetation rings
herum bestens zu diesem Naturereignis. War ja auch mal
ein Heiligtum der Aborigines, die hier im Tal
lebten. Leider erfuhren wir hier auch kaum etwas ueber die Ureinwohner
Australiens. Irgendwie haben wir das
Gefuehl, dass Informationen ueber sie nur schwer zu bekommen sind. ( Als wuerde hier etwas verdraengt ).
Der Regen wurde allmaehlich staerker und es
ging dann doch hastig zurueck in Richtung Campingplatz. Wir hatten alles
abfahrbereit gepackt, und so starteten
wir gleich in Richtung Westkueste, zu unserem naechsten
Ziel. Allerdings ging auch das nicht ohne Zwischenstopp, den wir in YORK planten.
Die Fahrt wie gewohnt eher
langweilig. Nur das wir auf dem ersten Streckenabschnitt starken Regen hatten.
Viele Tiere sahen wir leider ( oder auch G. s. D. )
nicht. Und wenn dann waren
sie meistens von irgendeinem Auto " platt " gemacht. So haben wir in
freier Wildbahn mehr tote als lebende Kängurus gesehen. Was
natuerlich an uns lag. Denn zu sehen
sind sie normalerweise in der Morgen- oder Abenddaemmerung.
Und die verpassten wir regelmaessig. Doch wir glaubten
immer noch, dass wir genuegend Zeit haben.
Auf dem Campingplatz in York angekommen, haben wir
erst einmal ein frisches Bad im Swimmingpool genommen. Es war hier nicht mehr
ganz so schwuel, dafuer
hatten wir aber reichlich
Muecken. Wir konnten nicht mehr beurteilen, lieber Muecken oder lieber Fliegen. Am liebsten beides nicht. Das Oertchen York (
etwas
ueber 2000 Einwohner
) hat sich dank seiner liebevoll restaurierten Gebaeude
aus den letzten 200 Jahren zu einer kleinen Touristenattraktion gemausert. Vor
allem macht die Haupstrasse,
in der sich die meisten Gebaeude befinden, einen sehr
stilvollen und charmanten Eindruck. Sehenswert ist das Automobilmuseum
mit seinen schicken Oldtimern, und ebenso die
beiden alten Kirchen die Mitte des 19ten
Jahrhunderts gebaut wurden und inzwischen vollstaendig
restauriert
sind. Wer
hier durchkommt, sollte sich eine Pause in einem der Strassencafes
goennen und sich von dem Flair der Stadt einfangen
lassen.
York ist die historisch bedeutsamste Stadt Westaustralien und gilt ausserdem als aelteste Siedlerstaette in WA.
Dann ging es weiter. Unser
heutiges Tagesziel war der Campingplatz " Pinnacles " in der Naehe des
Naturwunders " Wueste der Pinnacles ". Der Campingplatz
wirkte etwas voll, aber fuer die Caravans war immer noch reichlich Platz
vorhanden. Die Fahrt war diesmal etwas anstrengender. Zum einen hatte
es Anfangs
sehr stark geregnet, und
zum anderen hat der Verkehr zugenommen. Klar, denn wir befanden uns ja nun wieder im Grossraum
Perth.
Auf zu den Pinnacles.
Eine angenehme Fahrt vom
Campingplatz zu den Pinnacles. Eintritt in den Nationalpark kostete 10 AUS$.
Wir konnten bequem mit unserem Wohnmoblil durch
den Nationalpark fahren,
obwohl es nur eine Sandstrasse war. An den interessantesten Stellen waren
Parkbuchten eingerichtet. Dort stieg man aus und machte
eine kleine Wanderung.
Ohne Zweifel, total beeindruckend, diese mehreren tausend Steinsaeulen
in der weiss – gelben Sandwueste,
die bis zu 3m hoch sind,
zu betrachten. ( Nur nicht vergleichen z. B. mit Kappadokien ). Bei
angenehmen Temperaturen hielten wir uns etwa 2,5 Stunden in dem Naturpark auf.
Etliche
VIEWS wurden uns auf dem Rueckweg angeboten. Da wir Zeit hatten, besuchten wir sie
fast alle. Sie lohnen einfach alle. Auch die Straende
die wir gesehen
haben, beeindruckten vor
allem durch den feinen, weissen Sand, das klare, tuerkisfarbene und ihre Weite und Einsamkeit. Aber zum
Baden war es uns immer
noch zu kuehl.
In einem Bottleshop ( Alkoholladen )
fanden wir ein Internet mit akzeptabler Geschwindigkeit. Unseren Lieben
geschrieben und der Tag neigte sich dem Ende
zu. Der Strand bei unserem
Resort war allerdings nicht besonders schoen. Fast
alle Australier hatten ein Boot und schienen begeisterte Angler zu sein. Es war
abends immer noch sehr kuehl und die Lust ins Wasser zu gehen war keinesfalls gestiegen.
Jetzt sind wir schon 4 Wochen unterwegs und haben noch keinmal
im Meer gebadet. Nach
einem ( oder 2 ) Glas Wein ging es dann frueh ins Bett. Aber nicht ohne noch bewundernde Blicke auf
den suedlichen Sternenhimmel
von Australien zu werfen.
Morgen geht es dann weiter
zum KALBARRI – Nationalpark.