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Teil 3: Miri / Mulu
1. Miri Die Stadt
2. Mulu-NP Das Resort
3. Mulu-NP Deer-Cave Tour
4. Mulu-NP Clear-Water-Cave
5. Mulu-NP Canopy Skywalk
zurück Hompage zurück Auswahl Reisebericht Kota Kinabalu Reisebericht Beginn

1. Miri - Die Stadt

Wie immer, " nur " 6 Wochen reisen reichen einfach nicht aus, alle Highlights eines Landes ausfuehrlich zu erkunden. Also
muessen wir uns entscheiden, was wir unbedingt sehen wollten. Dazu gehoerte in Sawarak der " Muru – NP ", waehrend wir die " Niah – Caves " gestrichen hatten, da sie angeblich nicht so spektakulaer sind wie die Muru – Hoehlen.
Die Hoehlen " Deer Cave " mit der groessten Hoehlenpassage der Welt ( 600m l, 450m b, 100m h ) und danach viele Kilometer in die Unterwelt hinein, der " Clear Water Cave, eines der laengsten Hoehlensysteme der Welt, sowie der ( angeblich ) laengste und
hoechste " TreeTopWalk " in Asien waren unsere Top – Favoriten.
Wir flogen also mit der " Asia Air " ( eine Billigflug Airline ( aehnlich wie bei uns EasyYet )) von Kuching nach Miri. Wir
versuchten einen Flug nach Muru zu buchen. Entweder waren im falschen Traveller – Office, oder wir wurden gelinkt. Jedenfalls
gab es angeblich diesen Flug nur ausgebucht, oder wir wurden an ein bestimmtes Office verwiesen. Dort gab es nur eine Package -Tour. Sie erschien uns nicht zu teuer und so buchten wir 4 Tage und 3 Naechte VP inklusiv aller Ausfluege mit Guide fuer 250
US$. Inzwischen hatten wir aber erfahren, dass durchaus " nur " Fluege nach Muru gibt. Und waehrend des Fluges konnten wir
feststellen, das die Maschine nicht ausgebucht war. Wir waren wieder einmal nicht hartnaeckig genug, haben aber unsere
Entscheidung nicht bereut. Ein weinig Bequemlichkeit, wenn auch etwas teurer,kann auch mal schoen sein.
Der Rueckflug war wieder nach Miri.Grund war, dass wir einen Kurztrip ueber Brunei angedacht hatten, um von dort nach Sabah
, Kota Kinabalu, weiter zu reisen. Zwischenzeitlich haben wir aber soviel Negatives ueber Brunei erfahren ( reiner Nepp, kaum
etwas zu sehen, nur anstrengend, absolut nicht lohnenswert usw. ), dass wir diesen Ausflug von unserer Liste gestrichen haben.
Wir haben auch spaeter in Borneo niemanden getroffen, der positiv ueber einen Trip nach Brunei gesprochen hat. Normalerweise
versuchen wir, uns ein eigenes Bild von Orten zu machen, aber es waren nicht nur die negativen Kritiken, sonder auch die Zeit und
die hohen Kosten spielten bei unserer Entscheidung eine Rolle.
Jedenfalls haetten wir von Muru aus direkt nach Kota Kinabalu ( KK ) fliegen sollen. So mussten wir einen Tag zusaetzlich in Miri
verbringen. Erwaehnenswert ist noch der chinesiche Tempel oberhalb von Miri - Stadt. Schoen bunt wie immer, und ein Ort der
Ruhe und Besinnung.
Der Flug von Kuching nach Miri dauerte 1Std.
Miri ist eine Erdoelstadt, macht einen gepflegten Eindruck ohne viel Hektik, hat aber nichts Besonderes zu bieten. Hotels,
Restaurants und Shopping wird reichlich angeboten. Das Erdoelmuseum mag fuer interessierte Besucher interessant sein, wir
fanden es eher langweilig. Lustig fanden wir den Leuchtturm in Form eines Seepferdchens. Die Straende in Naehe der Stadt sind
wenig schoen und laden nicht zum verweilen, und schon gar nicht zum baden ein.
Wir waren froh wieder weiter zu reisen.
Trotzdem hier einige Eindruecke von Miri.

2. Mulu-NP Das Resort

Nach weniger als eine Stunde Flugzeit landete die kleine Propellermaschine der Fluggesellschaft " MASwings " auf dem Airport
im Mulu-Nationalpark.
Die Anfahrt zum Mulu-NP soll auch per Boot moeglich sein und etwa 6 – 8Std dauern. Sicherlich eine romantische Anreise. Wir haben allerdings keine derartigen Angebote geprueft und niemanden gesprochen, der auf diese Art angereist war.
Im NP gibt es verschiedene Unterkuenfte.
       
       - das Luxus-Resort mit AC – Bungalows und Swimmingpool, Bars, Shoppingcenter usw.
       - das einfache Resort mit Holzbungalows mit Fan, einfacher Ausstattung – aber WC und Dusche inside, sowie einem kleinen
         Restaurant, das zum Resort gehoert.
       - und die Unterkuenfte bei der Ranger – Station mit Gemeinschaftsdusche und – Toilette.
        
Wird eine Package – Tour gebucht, " landet " man im einfachen Resort. Ist aber gut ertraeglich, da AC im NP nicht benoetigt wird. Und das Essen im Restaurant ist durchaus geniessbar.

Anfangs waren wir von dem freundlichen Personal angetan. Bis wir feststellten, dass 100 € aus unserem Bungalow geklaut waren. Auf eine Anzeige haben wir verzichtet, da wir etwas sorglos mit unserem Geld umgegangen sind. Also VORSICHT !!!!
Direkt am Dschungelfluss gelegen, und am Rande des Dschungels fuehlten wir uns, abgesehen vom o. g. Vorfall, sehr wohl.
Vollpension war ja gebucht, und wie schon gesagt, dass Essen war fuer uns ok, wenn es auch nicht sonderlich abwechslungsreich war.
Tee und Kaffee stand immer zur Verfuegung, andere Getraenke mussten bezahlt werden.
Mit der Organisation, Abwicklung und mit dem was uns geboten wurde waren wir sehr zufrieden. Dumm war nur, dass wir den Rueckflug nach Miri und nicht nach Kota Kinnablu gebucht hatten.

Schaut Euch ein paar Eindruecke vom Resort an.

Zur DIA – Show:

3. Mulu - Deer Cave Tour

Am Ankunftstag, nach dem Mittagessen, startete die Tour zur " Deer Cave " Hoehle. Wie wir schon schrieben, hat diese Hoehle die groesste Hoehlenpassage der Welt. Nochmals die Aussmasse dieser Hoehlenpassage

- Laenge 600 m
- Breite 450 m
- Hoehe 100 m

Ein sehr gut begehbarer, ebener Weg, der mit Holzplanken ausgelegt war, fuehrte zur Hoehle. Die Wegdauer betrug etwa
2Std ( fuer uns, die nicht mehr die " Schnellsten " sind ).
Der Start war deshalb auf nachmittags angesetzt worden, da nach 18Uhr normalerweise ein grossartiges Naturschauspiel, der
Ausflug von Millionen von Fledermaeusen aus der Hoehle, zur Nahrungssuche, begann. Leider haben wir das nicht mit erleben
koennen. Unser Guide meinte,der Monsunregen sei zu stark ( das fanden wir auf uns bezogen ebenfalls so, wir waeren auch nicht
ausgeflogen ).
Als die Tour startete, schuettete es wie aus " Eimern ". Ein Monsunregen erster Klasse hatte eingesetzt. Nie haetten wir
erwartet, dass wir bei diesem Regen starten wuerden, und schauten unseren Guide fragend an, " starten wir ? " Aber unser
Guide laechelte und meinte " of course, let's go ".
Schnell kauften wir uns Regencapes und es ging los. Gut, dass wir einigermassen rutschfeste Schuhe hatten, denn die Holzplanken waren doch etwas glitschig. Es regnete und regnete, aber unser Guide ( ohne Regenschutz ) marschierte unbeeindruckt weiter.
An der Hoehle angekommen, trafen wir mehrere Gruppen, die wie wir, trotz Cape, voellig durchnaesst waren. Zum Glueck hatten
wir trockene Sachen eingepackt und zogen uns um. Und nach dem heissen Tee fuehlten wir uns dann wohler.
Absolut beeindruckend diese riesige Hoehle und es ging tief in die Hoehle hinein. Die Wege waren gut bearbeitet und relativ
rutschfest. Es ging oft hoch hinaus und wieder steil bergab. Wir kamen aus dem Staunen nicht heraus. Dabei haben wir nur einen
kleinen Teil der Hoehle gesehen. Denn der groesste Teil ist noch gar nicht erschlossen.
Uns reichte es aber, denn so ganz einfach war die Hoehlentour nicht. Und da war ja auch noch der Rueckweg.
Leider war im gesamten Hoehlenbereich fotografieren verboten. Warum war uns nicht klar. Aber es wurde streng ueberwacht
Die Fledermaeuse haben wir ja leider nur im Innern erlebt. Na ja, man kann nicht alles haben.

Fazit: beeindruckend und lohnenswert

Nachfolgend ein paar Eindruecke von dieser Tour.

4. Mulu - Clear-Water-Cave Tour

Fuer den naechsten Morgen war die Tour zur Hoehle " Clear Water " eingeplant. Diese Hoehle ist am leichtesten per Boot auf
dem Jungle-River
zu erreichen. Aber auch ein " kleiner " Fußmarsch von 2 – 3Std durch den Dschungel kann zum Ziel fuehren.
Zumindest den Rueckweg zum Resort durch den Dschungel ist machbar. Verlaufen kann man sich nicht, wenn der schmale
Dschungelpfad nicht verlassen wird. Wir sind auf beiden Wegen mit dem Boot gefahren, haben aber andere Traveller erzaehlten
uns, dass es ein schoener, aber auch anstrengender Weg ist. Uns blieb eh keine Zeit fuer dieses Experiment, da wir ja
nachmittags zum " Tree Top Walk " wollten.
Es war eine ruhige und sehenswerte Fahrt mit dem Boot durch den Dschungel. Bis auf ein paar Affen war allerdings kein Tier zu
sehen. Die hatten sich alle, verstaendlicherweise, tiefer in den Dschungel zurueck gezogen. Die Fahrt dauerte etwa eine Stunde
und der immergruene Dschungel war einfach wunderschoen anzusehen.
Auf dem Weg zu den Hoehlen gab es einen Zwischenstopp in einem christlichen Batu - Dorf. Ein kleines Dorf mit Kirche und
Langhaus, sowie ein winziger Markt, der rein touristisch ausgerichtet ist. Langhaus und Kirche konnten besichtigt werden.
Wir verzichteten darauf, das hatten wir in Kuching schoener und authentischer gesehen. Lediglich die Frau, die mit der Nase
die Floete spielte, war einigermassen interessant. Der Besuch ist leider nicht zu verhindern.
Die Hoehle ist ebenfalls imposant und soll laut Guide die laengste Hoehle der Welt sein. Auch hier ist erst ein kleiner Teil
erschlossen und begehbar.
Durch die geschickt angebrachte Beleuchtung wirkte die Wanderung durch die Hoehle geheimnisvoll und spannend. Und die
Wanderung war doch anstrengend und schweisstreibend. Leider auch hier das absolute Verbot zu fotografieren.
Schoen hier ist, nach dem anstrengenden Trip durch die Hoehlen laedt der kleine See, mit seinem glasklaren, und gar nicht so kaltem Wasser zu einem Bad ein.

Fazit: beeindruckend und lohnenswert

Ein paar Eindruecke von dieser Tour.

5. Tree-Top-Walk ( Canopy Skywalk ) Tour

Am selben Tag war fuer nachmittags noch die " Canopy Skywalk " Tour angesetzt. So starteten wir nach dem Lunch in Richtung Deer Cave.
Nach etwa 1/3 des Weges zum " Deer Cave " erwartete uns unser Guide fuer diese Tour.
Nach Aussagen des Guides handelt es sich hoechste und laengste Tour in ganz SO-Asien ( bis zu ueber 30m hoch und mehr als
500m lang ). Und man sollte, laut Reisefuehrer, schwindelfrei sein. Und das ist Wolfgang nun mal nicht, dazu kommt auch noch
seine Hoehenangst ( ist vielleicht dasselbe ), Ihn konnten diese Zahlen aber nicht beeindrucken ( eher aengstigen ). Aber
schliesslich war seine Neugierde groesser als seineAngst ( und Lilo war ja bei ihm ). Obwohl, an manchen Stellen ging er
erhobenen Hauptes ueber die arg schwankenden Haengebruecken ( den Blick starr in den Himmel gerichtet ), obwohl doch 30m
unter uns ein wunderbarer freier Blick auf den rauschenden Dschungelfluss gegeben war.
Ein sehr gut angelegter Weg der immer wieder freie Sicht auf die Flora des Dschungels, sowie auf die sonst kaum sichtbare
Gipfelregion des tropischen Regenwaldes.
Tiere haben wir leider nicht sehen koennen. Auch hier haben die Tiere offenbar die Tiefe des Dschungels bevorzugt.
Den Guide fanden wir sehr gut. Zu fast jedem Baum und jeder Pflanze konnte er uns Geschichten erzaehlen. Und wir hatten das
Gefuehl, er tat dies mit Leidenschaft. Viel hoerten wir auch ueber die teiweise drastische Zerstoerung des kostbaren
Regenwaldes. Deutlich machte er auch, dass die Regierungen in Sawarak und Sabah so allmaehlich erkennen, wie wichtig die
Erhaltung der Flora und Fauna fuer diese Laender ist ( einerseits fuer den Tourismus und andererseits fuer die Erhaltung der
Lebensformen jeglicher Art ( einschliesslich der Menschen )).
Diese abenteuerliche Wanderung in den Gipfeln der Urwaldriesen fanden wir bemerkenswert eindrucksvoll, ( auch fuer leicht
Hoehenaengstliche machbar ).
Wolfgang war zwar froh, wieder festen Boden unter den Fuessen zu haben, aber war auch gluecklich und zufrieden diesen fuer
ihn so schwierigen Trip gewagt zu haben.

Fazit: beeindruckend und lohnenswert

Ein paar Eindruecke von dieser Tour.