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Teil 6: Orang Utan Reha - Center Sepilok
1.) Auf nach Sepilok
2.) Das Resort " Sepilok Nature Resort "
3.) Orang-Utan Reha - Center
4.) Sandakan City
5.) Die Nasen- und Silberbart - Affen

1. Auf nach Sepilok

Unser naechstes Ziel war das weltweit beruehmte Orang-Utan Reha- und Aufzucht – Zentrum in Sepilok bei Sandakan. Es gilt als
das fortschrittlichste, groesste und informativste seiner Art. Inzwischen werden auch andere bedrohte Tierarten dort gepflegt. Wir
waren gespannt, was uns hier erwartete. Auf unseren Reisen hatten wir schon mehrfach das OU – Rehazentrum in Sumatra,
" Bukit Lawang " besucht. Und das hat uns sehr gut gefallen. Auch in Kuching hatten wir eine Rehastation fuer OU besucht, die auch
ansprechend war ( siehe Kapitel " Kuching " in diesem Reisebericht ). Nun wartete eine weitere Begegnung auf uns, mit den von uns so
sehr geschaetzten Tieren.
Mit dem Ueberlandbus wollten wir vom Mount Kinabalu weiter in Richtung Sepilok / Sandakan. Leider war auch hier unser Hotel, bzgl.
der Abfahrtzeiten der Busse nicht sonderlich informiert. Die Zeiten schwankten zwischen 9 und 12 Uhr. Erst nach mehrmaligen
nachfragen wurde uns dann 11 Uhr genannt. Wir riskierten es, und gingen zur Haltestelle. Nach 1 ½ Std. Wartezeit kam dann der Bus
endlich. Ein komfortabel eingerichteter Bus und ein umsichtiger Busfahrer machten uns die Fahrt ( ca. 4 Std. ) sehr angenehm. In
Sepilok hielt der Bus an einer Kreuzung, und von dort hatten wir einen 1,5km langen Fussweg zum Ressort. Und das mit unserem
Gepaeck. Keine schoene Aussicht. Doch dann hielt ein Gelaendewagen neben uns, und bot uns an uns mitzunehmen. Obwohl Wagen und
Fahrer zur " Konkurrenz " gehoerten, wurden wir bis zur Rezeption " unseres " Ressorts gebracht. Wie wir schon anmerkten,
freundlich und hilfsbereit die Menschen auf Borneo.


2. Das Resort " Sepilok Nature Resort "

Etwa 300m vom Eingang in das Reha – Center lag dieses Resort. Mit viel Dschungel umgeben und grosszuegig gestaltet machte es einen sehr positiven Eindruck auf uns. Das Personal angenehm freundlich und diesmal mit viel Informationen. Die Unterkuenfte ( Bungalows )
sind von einfach bis luxurioes in ausgestattet. Da AC hiernicht erforderlich war, waehlten wir die " Mittelklasse ". Mit Fan, grosszuegigen
Raeumen und mit ausreichendem Mobiliar bestueckt. Die Sanitaeranlagen schon etwas in die Jahre gekommen, aber voll funktionstuechtig.
Das angeschlossene Restaurant bietet eine abwechselungsreiche Speisekarte, von Traveler - Foot bis zu einheimischen Gerichten ist alles
zu akzeptablen Preisen zu haben.
Durch die Naehe zum Reha – Center sehr empfehlenswert.

4. Sandakan – City

Eigentlich hatten wir diesen Trip nach den " Trauminseln " gemacht. Es passt aber logisch besser zum Kapitel Orang-Utan. Deshalb
derBericht an dieser Stelle.
Wir verbrachten 2 Naechte in Sandakan im City View Hotel , ein kleines Hotel der mittleren Preislage, in dem wir uns wohl gefuehlt haben.
Die Stadt hat, bis auf den Hafen und dem grossen, bunten chinesischen Tempel " Pun Jih Shih " nur wenig zu bieten. Der Tempel ist auf
jeden Fall sehenswert. Sicherlich einer der buntesten und schoensten Tempel in Sabah. Er liegt auf einem Huegel und bietet zusaetzlich
einen tollen Blick auf die Bucht von Sandakan.
Von Sandakan aus unternahmen wir einen ganztaegigen Ausflug zu den Nasenaffen, die es nur auf Borneo gibt.
Diesen Ausflug macht man aber besser von Sepilok aus. Denn die Ranger Station ist von dort aus viel leichter zu erreichen. Von Sandakan
aus faehrt man direkt an Sepilok vorbei.
War nicht so optimal von uns geplant. Machte aber nichts.

Ein paar Fotos

5. Die Nasenaffen und Silberbart – Affen
Die Fahrt fuehrte uns tief in den Dschungel hinein. Die Ranger – Station war im Prinzip aehnlich der in Sepilok aufgebaut.
Durch Zufall hatten die Ranger herausgefunden, dass die Nasenaffen " heiss " auf Waffeln / Pfannenkuchen ( Pan Cake ) sind. Das nutzten
sie aus, bauten eine Tribuene auf und fuehrten Fuetterungszeiten ein. Mit Erfolg, denn dadurch lassen sich die sonst sehr scheuen Tiere
wunderbar beobachten. Sie fuetterten die Tiere 2 * am Tag, und zu diesen Zeiten kamen sie in Scharen aus dem dichten Dschungel zum
Fuetterungsplatz und die Besucher waren voll begeistert von der Moeglichkeit diese Tiere zu beobachten.
Nachdem die Nasenaffen gesaettigt waren, verschwanden sie wieder im Dschungel. Jetzt macht uns unser Guide auf einige Affen, die uns
aus den Baumwipfeln beobachteten, aufmerksam. Es waren Silberbart – Affen ( so unser Guide ) wegen ihres grauen Bartes so genannt.
Auch hier hatten die Ranger herausgefunden, welches Gemuese sie besonders moegen ( was es war haben wir vergessen ). Der Guide hatte
einen Vorrat von diesem Gemuese und lockte so die Tiere an. Viele Affen kamen und liessen sich vom Guide und auch von uns fuettern.
Wobei beide Seiten darauf bedacht waren, eine gewisse Distanz voneinander einzuhalten. Obwohl sie schmale Koepfe haben, ihr Gebiss
sah nicht gerade einladend aus.
Das war eine Tour die sich unbedingt gelohnt hat.

 

Ein paar Fotos

3. Das Orang-Utan Reha – Center

Laut Literatur und Werbung soll es das groesste seiner Art sein. Orang-Utan Reha – Center gibt es ja nur auf Borneo / Kalimantan und
Sumatra. Sepilok betreut auch andere bedrohte Tierarten und bemueht sich durch Wiederaufzucht einen Beitrag zur Erhaltung dieser
Tierarten zu leisten. Beeindruckend war die Fuelle der Informationen ueber die Bemuehungen und Ergebnisse des Reha – Centers.
Wie ueblich gibt es feste Fuetterungszeiten fuer die Orang-Utans zu denen die Besucher eingeladen sind. Allerdings waren bei diesen
Fuetterungen nicht die Menge an Tieren zu sehen, wie mancher vielleicht erwartet hat. Wir haben festgestellt, dass zu den morgentlichen
Fuetterungen mehr Tiere erscheinen als nachmittags. Aber da das bekannt ist, sind natuerlich auch mehr Besucher da. Sollte aber kein
Grund sein, die morgentliche Fuetterung zu besuchen. Wir wollen ja die Orang Utan sehen, und nicht die Besucher.
Das Reha – Center in Bukit Lawang, Sumatra hat uns besser gefallen. Es ist urwuechsiger und tiefer im Dschungel gelegen. Dafuer hat
Sepilok den grossen Vorteil, dass sehr leicht zu erreichen ist ( nur ein paar Meter vom Eingang entfernt ), und es gibt dort umfangreichere
Informationen. Auch wenn mehr Besucher als Tiere dort waren, ein Besuch lohnt auf jeden Fall.

 

Ein paar Fotos