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Myanmar 1997, 2002, 2007

                                                                      

ein zusammengefasster Reisebericht unserer 3 Reisen durch

ein traumhaft schoenes Land

 

Teil 2: Metropole Yangon

Yangon, am Yangon – River gelegen, hat ca. 5 Mill.  Einwohner. Die Reisenden kommen in der Regel am International – Airport an. Der Flughafen

ist inzwischen erweitert und modernisiert worden. Jetzt koennen auch Grossraumflugzeuge dort landen. Yangon wird aber dennoch z. Zt.

kaum von Europa direkt angeflogen. Am einfachsten zu erreichen ist Yangon immer noch ueber BKK oder KL oder Singapore.

 

Das sollten alle wissen, Myanmar ist nach wie vor eine Militaerdiktatur !!! Auch wenn der Traveller es absolut nicht merkt.

Aber wir sollten dennoch nach Myanmar reisen. Nur so erreichen wir, dass die Menschen dort immer mehr ein Stueck Freiheit erlangen.

So haben wir gesehen, dass es 2007 wesentlich mehr kleinere private Unternehmen und Geschaefte gab als 1997. Aber natuerlich, so ganz

durchschauen wir das ja nicht.

 

Die Kontrollen bei der Einreise verliefen voellig problemlos, wobei das Personal eigentlich recht freundlich war. Selbst Fehler in

Formularen uebersah man einfach. Das gleiche gilt auch fuer die Ausreise.

Das Taxi zum Hotel kostete 5 US$. Wir hatten schon von Deutschland aus das Hotel per FAX reserviert, wurden aber nicht abgeholt.

Unter Punkt 3. Hotels ist ja schon alles gesagt ( 2002 )

2007 – diesmal wurden wir von unseren Freunden abgeholt. Daher koennen wir keine Aussage ueber die aktuellen Taxipreise machen.

Zunaechst fuhren wir zu einer  Privatschule in der unser  kleiner Freund Sergio unterrichtet wird.

Wir waren schon angekuendigt. Und die Lehrerinnen begruessten uns sehr freundlich. Es war ein interessanter Einblick in das Schulleben

von Sergio. Es existiert ein eigener Computerraum, allerdings noch ohne Internetanschluss. Die einzelnen Klassenraeume waren recht gut

ausgestattet und das Lehrmaterial, wir konnten ja nur das Englische und Rechnerausstattung beurteilen, wirkte relativ aktuell. Alle Lehrer von

Sergio waren sichtlich stolz auf ihren Musterschueler. Und an Selbstbewusstsein mangelte es Sergio nicht. Seine Klassenlehrerin hatte uns

eingeladen, sie an einem Abend zu besuchen. Es war ein sehr netter Abend bei ihr, aber an der Wohnungseinrichtung war deutlich zu sehen,

dass sie nicht zur " Unterschicht " gehoert.

Dass diese Schule nicht der Normalstandard in Myanmar ist, versteht sich von selbst. Es handelt sich bei dieser Schule ja um eine privat Eliteschule.

Dennoch bekamen wir viele sehr interessante Einblicke wie an solchen Schulen die Ausbildung der Kinder ablaeuft.

Auf uns machte Yangon einen noch relativ ruhigen Eindruck, vor allem wenn man von BKK kommt. Natuerlich asiatisches Chaos im Verkehr und laut

sowieso. Trotz allem hatten wir das Gefuehl es laeuft hier alles langsamer und gelassener ab. Auch im Punkte Sauberkeit hat sich gegenueber 1997

doch einiges getan. Und in der Zeit als wir dort waren ( Januar / Februar ) herrschte ein sehr angenehmes Klima, und so waren unser Stadtbummel

nicht " schweisstreibend ". Natuerlich durfte der Besuch der Shwedagon Pagode nicht fehlen, obwohl wir bereits zum 3. Mal dort waren. Diesmal

gingen wir mit unseren Freunden am Abend dort hin. Da zu dieser Zeit deutlich weniger Reisende da sind, aber viele Glaeubige die Tempel aufsuchten,

breitete sich eine ruhige, entspannende Stimmung aus, so dass wir die Lautstaerke unserer Stimmen automatisch reduzierten. Und natuerlich trug die

wunderbare Beleuchtung und der " Singsang " der Moenche wesentlich zu dieser Stimmung  bei. Den Abendbesuch der Pagoden koennen wir sehr

empfehlen.

 

Alle Sehenswuerdigkeiten von Yangon sind in beiden Reisefuehrern ausgezeichnet beschrieben. Deshalb wollen wir hier auch nicht naeher darauf

eingehen.

 

Auf keinem Fall duerfen versaeumt werden 

 

Shwedagon Pagode

Sule Pagode

Kyaukhtatkyi mit dem 70m langen, liegenden Buddha sowie die bekanntesten Maerkte

Aung San und Theingyi Zei

               

                Wir haben uns die Shwedagon fuer das Ende der Reise aufgehoben, und empfanden den Besuch als Krönung unserer Reise. Obwohl der Eintritt mit

5US$ ein wenig aergerlich ist.

Es gibt einige schoene Parks mit kleinen Seen, in denen man nach einem anstrengen Sightseeing Tag  wunderbar relaxen kann. Hier trifft man

viele junge Burmesen, die gerne Kontakt mit " Westlern " suchen.

Empfehlenswert ist es, in der Naehe der Sule Pagode eine Unterkunft zu suchen. Hier ist das Zentrum von Yangon und es gibt hier alles was ein

Traveller braucht. Nur mit den Restaurants waren wir nicht ganz so zufrieden. Es sind viele indische Restaurants angesiedelt, und oft unter

moslemischer Leitung ( kein Bier zum Dinner, muss aber auch nicht immer sein ).

Empfehlen koennen wir das " Dolphin " – Restaurant, an einem kleinen See gelegen.

Wir haben eine wirklich nette Familie ueber einen 6jaehrigen Jungen kennen gelernt. Der Kleine hat uns an einer Pagode angesprochen, und  wir

waren total verbluefft, wie hervorragend der Junge englisch spricht. Die Familie hat uns dieses Restaurant empfohlen und hingefahren. Geld wollten

sie dafuer nicht nehmen. Da wir am naechsten Tag unseren Trip nach Taunggyi gebucht hatten, liessen wir uns die Adresse und Telefonnummer

geben. Als wir wieder in Yangon waren meldeten wir uns bei Sergio ( so heisst der kleine Junge ). Die Familie hat sich ganz toll ums uns gekuemmert

( aber immer nur wenn wir wollten ), so dass wir mit Ihnen den 3taegigen Trip zum Golden Rock gemacht haben.

 Sie hatten dazu ein AIRCON – Kombi mit Fahrer organisiert. Den Preis hatten wir ja schon oben genannt, und der war es allemal wert. Denn soviel

haben wir sonst nirgendwo ueber Myanmar erfahren und wir wurden zu einer Geburtstagsfeier inmitten burmesischer Gaeste eingeladen. Ein

unvergessliches Erlebnis.

 

2007

Sergio, inzwischen 10 Jahre alt, entwickelt sich weiter sehr gut. Er wird von allen gefoerdert und gelobt. Das hat sein Selbstbewusstsein

weiter gesteigert. Bleibt zu hoffen, dass er auf " dem Teppich " bleibt. Wir haben weiterhin viel Kontakt mit unseren Freunden, da es ja

in Yangon jede Menge Internetcafes gibt. Mindestens einmal in der Woche schreibt er uns.

Inzwischen hat er auch eine 8woechige Moenchszeit absolviert. Dort hat er mit seinen hervorragenden Englischkenntnissen die Moenche

so beeindruckt, dass der " Chef " – Moench ihn als Englischlehrer engagiert hat. So faehrt er jetzt jeden Sonntag zum Kloster und

unterrichtet die Moenche. Uns hat Sergio natuerlich im Kloster angekuendigt, dass wir dann auch gemeinsam besuchten. Nie hatten wir

bisher eine bessere Gelegenheit das Klosterleben zu erkunden. Und die Moenche versuchten mit Eifer das gelernte Englisch " an den Mann "

zu bringen. Es hat riesigen Spass gemacht in diesem Kloster.

Unsere Freunde hatten uns in verschiedene einheimische Restaurants eingeladen. Das wirkliche burmesische Essen war vielfaeltig und

schmeckte recht ordentlich. Obwohl manchmal nicht so genau zu erkennen war, was in den Schaelchen so alles war.

Im " Allgemeinen Teil " hatten wir ja schon berichtet, dass wir einen gemeinsamen Ausflug zum Inle See, wegen zu hoher Kosten, streichen

mussten. Hauptgrund war, dass wir zu wenig Bargeld ( US$ und € ) mitgenommen hatten, und es nicht moeglich war, bei den Banken in

Yangon US$ oder € per Kreditkarte zu bekommen. Es tat uns natuerlich sehr leid, aber es war nichts zu machen.

Sergio lernt inzwischen Deutsch, da er in ein paar Jahren in Europa studieren moechte.

Auch die Marktbummel wurden so zu einem Genuss. Man wurde nicht belaestigt und bezahlte die Preise der Einheimischen, und das mit

einem freundlichen Laecheln.

Schade dass wir nicht in jedem asiatischen Land einheimische Freunde haben. Denn nie lernt man ein Land besser kennen, als wenn es

einem von Einheimischen " gezeigt und erklaert " wird.

Soviel zu unserem Yangon – Aufenthalt.

Leider haben wir die Namen der Restaurants vergessen ( oder sie hatten keine ) und Empfehlungen sprechen wir ohnehin nur ungern aus,

da Essen und Trinken immer eine Geschmackssache ist.

Und wie wir schon schrieben, in den Reisefuehrern sind die Highlights so gut beschrieben und erklaert, und lesen kann ja jeder.

 

Fast jeder Einheimische warnt in Yangon vor Betruegereien und Diebstaehle. Unsere Freunde wollten uns am liebsten gar nicht alleine auf

die Strassen lassen. Sie meinten, selbst in den Pagoden ist es unsicher. Aber alle erfahrenen Traveller wissen, das gleiche gilt in allen Laendern.

Wobei wir meinen, dass Myanmar nach Laos eines der sichersten Laender in Suedostasien ist.