ein zusammengefasster Reisebericht unserer 3 Reisen durch
ein traumhaft schoenes Land
Teil 3: Der Inle See ( am Ende des Kapitels koennt Ihr einige Bilder anschauen )
Der Inle-See
ist ein Süßwassersee im Shan-Staat in Myanmar. Er hat eine Nord-Süd-Ausdehnung
von circa 22 km und eine Ost-West-Ausdehnung
von maximal 10 km. Der See liegt auf
875 m über Normalnull.
Innerhalb
des Sees und am Seeufer gibt es insgesamt 17 Dörfer, welche überwiegend von der
Intha-Bevölkerungbewohnt
sind. Die Häuser sind
auf Pfählen
gebaut. Insgesamt wohnen hier 70.000 Menschen.
Die
Bevölkerung baut Gemüse, Früchte und Blumen an. Viele der Kulturen werden auf
schwimmenden Feldern bestellt. Basis dieser schwimmenden
Felder ist
eine sehr fruchtbare feste Masse bestehend aus Sumpf, Erde und
Wasserhyazinthen, die mittels Bambuspfählen am Seeboden befestigt
sind. Die
Fortbewegung in den schmalen Kanälen der Ortschaften, auf den Feldern sowie in
Ufernähe erfolgt in schmalen Kanus. Typisch für den
See ist die hier angewendete
Bein-Rudertechnik. Der Rudernde steht am Heck des Bootes. Werden die Hände
beispielsweise beim Fischen benötigt,
so wird ausschließlich mit dem Bein
gerudert, indem das Ruder mit dem Bein eingeklemmt wird. Für große Strecken auf
dem See sind heute jedoch
nur die größeren Boote mit
Außenbordmotor erlaubt.
Seit 1985
ist der Inle-See offizielles Vogelschutzgebiet.
Der See
gehört zur Verwaltungseinheit von NyaungShwe mit
circa 130.000 Einwohnern. Die Hauptstadt der Verwaltungseinheit ist der
gleichnamige
Ort NyaungShwe ( Auszug
aus der Wikipedia Dokumentation ).
1997 waren wir mit dem " Privat -
Taxi von Yangon kommend, am Inle See " gelandet ". Es war eine
grauenvolle Fahrt. Auch wenn unser Driver sehr
ruecksichtsvoll fuhr, jedes Schlagloch konnte er
nicht umfahren.
Erschoepft und willig liessen
wir uns zum Hotel " Golden Star "
fahren. Wir fanden es ok und auch die 20 US$ zahlten
wir ohne Probleme.
Hauptsache die
Autofahrt war erst einmal zu Ende. Der Ablauf '97 war fast identisch mit 2002 und 2007. Zumidenst
was den Ausflug auf dem
Inle See betraf. Viel schoener
war es natuerlich 2002 und, vor allem 2007,
da haben wir viel mehr selbst unternommen. Und davon koennen
wir nur
schwaermen. Geplant war, im Rahmen der
gebuchten Tour ( 1997 ), eine
Tagesfahrt ueber den Inle
See, der Besuch der " Schwimmenden Maerkte
",
sowie das
Kloster der " Jumping Cats
". Aufluege in die naehere
Umgebung waren nicht moeglich,
dafuer reichte die Zeit nicht. Fuer
das erste Mal
am Inle See war das ok.
Der Markt
war in diesem Jahr noch toll. In den folgenden Jahren aber entwickelte er sich
immer mehr zu einem Touristenmarkt, aehnlich wie in
Thailand die Maerkte von Damneon Saduak.
2002 fuhren von Taunggyi per Taxi, von unserem Bekannten organisiert,
zum Inle See. Zunaechst
hat er uns zu einer mehr als luxurioesen
Hotelanlage
( leider den Namen vergessen ) gefuehrt, in der
einige " Giraffenfrauen " leben. Er riet uns, uns als
potentielle Gaeste auszugeben, die
ein luxurioese Hotelanlage suchten, obwohl unser Outfit alles andere als " Luxus "
darstellten. Aber bereitwillig wurde uns die Anlage gezeigt, und
so kamen
wir auch zu den " Giraffenfrauen ". Wir konnten mit ihnen
reden, sie erzaehlten uns ihre Probleme und wir
durften sie bei ihren normalen
taeglichen Arbeiten fotografieren. Vor allem die
jungen Frauen schilderten ihre Qualen waehrend des
Aufbaues der Halsringe, sagten aber, dass es
heute
damit keine Probleme mehr gibt, und sie sich wohl fuehlten und zufrieden seien, und laechelten
dabei. Wir waren nur zu bereit ihnen zu
glauben,
aber leichte Zweifel blieben doch.
Wenn wir
dennoch Fotos zeigen, so wollen wir sie auch erklaeren
( alle kundigen Menschen und Medizinern, bitte verzeiht die laienhafte
Darstellung ).
Nicht der
Hals wird verlaengert mit dem Anlegen der Ringe,
sonder sie Schultern werden herunter gedrueckt, und
wie uns gesagt wurde, sind die
Muskeln des
Halses soweit geschaedigt, dass ohne die Ringe die
Frauen ihren Kopf nicht mehr " oben halten " koennen.
Zugegeben,
von der Tradition her bestimmt interessant, als Touristenattraktion abzulehnen.
Dennoch, viel Geld wird durch die so verunstaltete
Frauen
eingenommen.
Wuerde es den Frauen oder der Dorfgemeinschaften zu
gute kommen, waere eine kleine moralische Legemitation gegeben. Aber leider
werden
auch hier wieder die Frauen missbraucht und zu Zirkusobjekte degradiert und das
Geld kommt nicht dort an, wo es gebraucht wuerde.
2007 haben wir sie nicht mehr besucht, zu oft hatten wir inzwischen gehoert, dass diesen
bedauernswerten Frauen nur noch aus touristischen
Gruenden diese Tortour der " Halsringe
anlegen ", aufgezwungen wird. Und das wollten wir nicht auch noch foerdern, denn die
Frauen lassen sich ja
nur noch gegen
entsprechendes Honorar fotografieren. Man sollte sie nicht besuchen.
2002 Es ging dann von Taungghyi weiter zum Inle See. Unser Guide fuehrte uns direkt zum Ressort VIEPOINT, direkt am Kanal gelegen in
Nyaungshwe. Eigentlich
entschlossen zu
bleiben.
Die junge Familie, der offensichtlich das Ressort gehoerte,
macht einen sehr sympathischen Eindruck auf uns. Und auch die Lage und die
Bungalows
waren so, dass wir uns sehr schnell wohl fuehlten.
Darueber hinaus gibt viele Unterkuenfte am Inle See, von 4US$ bis ??US$.
Wir gehen immer so vor,
-
ankommen
- sehen
- Anforderungen erfuellt
- " das ist o. k. " ( beide )
- Besitzer sympathisch ( und in Myanmar auch Eigentuemer )
- Preis o. k.
und gebucht.
Einige Traveller sagten uns, dass es in den
ganz billigen Unterkuenften sooo
sauber nicht ist.
Wie immer, Empfehlungen aussprechen ist die eine Seite, sie anzunehmen
die andere. Deshalb vermeiden wir es auch, gezielt zu empfehlen. Nur wenn
wir es wirklich gut finden, sagen wir " empfehlenswert
", aber immer nur aus unserer Sicht.
2007 – diesmal
waren wir von Yangon nach Heho
geflogen. Das war echt Klasse, wenn wir an die Strapazen unserer vorherigen
Reisen dachten, und die
negativen Eindruecke von damals waren noch nicht
verblasst. Am Flughafen mieteten wir gemeinsam mit einem franzoesischem Paar ein Taxi und fuhren
direkt wieder zum Ressort VIEPOINT. Zu unserer grossen Freude waren es dieselben Besitzer wie vor 5 Jahren, nur zahlreicher ( Kinder ) und wie
auch wie
wir, aelter
und Bar untergebracht sind, ist die Atmosphaere nach wie vor sehr familiaer. Zwar zeigen auch hier
die Holz – Bungalows Verschleisserscheinungen,
und so ganz viel wird nicht erneuert, aber es ist dennoch empfehlenswert.
Vielleicht sind wir ja in 2 – 3 Jahren mal wieder dort.
Wer dort mal hin moechte sollte darauf
achten, dass die Terasse des Bungalows zur Feldseite
und nicht zur Kanalseite liegt. Der Laerm der
Boote ist dann wirklich ertraeglich.
Herrlich war es morgens, wenn wir durch die Klaenge
eines buddhistischen Morgengebetes, das sanft von einer entfernten Pagode ueber die Reisfelder
zu uns herueber klang, geweckt wurden. Es war
ein so angenehmer Sprachgesang, dass wir diese Musik unbedingt haben wollten. (
Dank unserer Freunde
in Yangon haben wir tatsaechlich
eine CD mit diesem Morgengebet kaufen koennen ).
Alleine wegen der herrlichen Landschaft und der relaxten Stimmung am Inle See wuerden wir nochmals
nach Burma reisen.
Highlights am Inle
See:
das Inle See Programm ist eigentlich in den Reisefuehrern
hervorragend beschrieben. Lest ueber den 5 Tage Markt
nach ( siehe Reisefuerer ).
Es waere schade,
wenn Ihr den ueberhaupt nicht zu sehen bekommen wuerdet. Hier muesst Ihr Euch
vor Ort schlau machen, wo er gerade
stattfindet.
Bootsfahrt auf dem Inle See
Eigentlich das Erlebnis schlechthin. Und hier wird auch die groesste Ansammlung von Touristen in Myanmar
angetroffen. Denn auch die
Pauschalreisenden landen hier. Aber keine Angst, so schlimm wie auf den
Floating Markets in Thailand ist es auf keinen Fall.
Es bleibt
genuegend Raum fuer alle. Bevor Ihr bucht, fragt wo der " Big Market "
stattfindet, der ja im 5 taegigen Rhythmus von Ort zu Ort zieht.
Denn der ist wirklich sehenswert.
Der " Floating Market " wird auf den meisten Touren nicht mehr
angeboten.
2007 – inzwischen
ist sehr genau bekannt, wann und wo der 5 Tage – Markt stattfindet. Er ist immer noch richtig sehens- und besuchenswert.
Und wer sich
2 – 3 Tage am Inle
See aufhaelt, wird ihn mit Sicherheit besuchen koennen. Der Floating Markt steht allerdings kaum noch auf
dem
Programm. Wie in Thailand " Damneon Saduak ", ist er zu reiner reinen
Touristenattraktion verkommen und wird
er kaum noch angeboten.
Ist auch gut
so.
Alles andere ist einfach wunderbar.
der See
die Beinruderer
die " Schwimmenden
Gaerten "
die Pagoden
der " big
market "
die " jumping cats " Kloster
Nga Phe Kyaung
eine
Bemerkung, es macht irgendwie Spass diesen Tieren zu
zuschauen. Leider ist das ganze Niveau auf Zirkusrummel abgesunken.
Eine grosse Enttaeuschung fuer uns war die verlorene Wuerde
der Moenche. Aber dazu tragen auch wir als Traveller bei. Und
hier haben
wir zum ersten und einzigen Mal eine groessere Anzahl
japanischer Pauschaltouristen in Myanmar angetroffen.
( 2002 ).
2007
war die Enttaeuschung noch groesser.
Rings um den Tempel haben sich unzaehlige Souvenirhaendler breitgemacht, und das
Training bzw.
die Vorfuehrung der " jumping
cats " haben Laien uebernommen.
Verstaendlich, aber schade.
die Atmosphäre in
den Seedoerfern und der Umgebung
das Klima, fast
so amgemehm wie in Taunggyi ( bei jeder Reise war es eine Erholung in diesem Klima )
Es gibt
schon seit vielen Jahren das Restaurant " 4 Sisters
", welches ein Deutscher mit aufgebaut hat. Eine dieser 4 Sisters ist mit ihm
verheiratet
und sie leben teils in Deutschland teils in Myanmar. Jeden Abend gibt es nur eine
Speisefolge. Bezahlt werden muessen die
Getraenke nach Preisliste, das Essen bezahlst
Du nach Gefuehl. D.h. wie es Dir geschmeckt hat,
oder wie viel Du gegessen hast. Ist
nicht
so ganz
unser Fall ( sagten wir schon ), da man ja doch in der Regel mehr bezahlt als ueblich. Hat sich ausserdem zu
einem Traveller
Treff
entwickelt. Es gibt gute Info's. Schaut es Euch an.
Haben wir 2007
nicht besucht, war immer noch im Angebot, wie wir hoerten,
jetzt allerdings mit festen Preisen.
Mit dem
Fahrrad, und wenn der Ruecken ok
ist, auch mit dem Einbaumboot ( 2002 ), laesst
sich die naehere Umgebung wunderbar, und fuer sich
allein
erkunden. Voellig gefahrlos kannst Du in die Doerfer fahren, die Menschen begegnen Dir freundlich,
vielleicht etwas reservierter als in
anderen
Landesteilen. Kontakt bekommt man dann doch meistens ueber
die neugierigen und laechelnden Kinder. Insgesamt
waren wir 5 Tage hier.
Auch hier
wieder die Meinung, genug, aber nicht zuviel.
Auch 2007
haben wir 5 Tage hier verbracht, und wir koennen vom Inle See nur schwaermen. Der Trip
mit dem Einbaumboot wird nicht mehr
angeboten.
War 2002 ein sehr interessanter Ausflug. Doch die anschliessenden
Rueckenprobleme haetten fast die Inle-See-Bootsfahrt gekostet.
Dafuer gibt es die Moeglichkeit
eine Halbtagestour zu den " Hot Springs " zu machen. Wir haben
diese Tour unternommen. Das Bad war nicht
so toll ( es
wird nach Geschlechtern getrennt gebadet ), aber die Bootsfahrt und die
Umgebung machen den Ausflug lohnenswert. Eine alte
Pagode auf
einer Bergkuppe bietet einen tollen Blick auf den Inle
See.
Hier werden die Zuckerrohrpflanzen ausgepresst und der Saft gekoren und gekocht.
2002 dann ging es mit dem Taxi weiter nach Kalaw.
Die Entfernung war ja nicht so riesig, so dass die Fahrt ertraeglich war.
2007 hatten wir gemeinsam mit dem franzoesischem
Paar ein Taxi gechartert um nach Mandalay zu kommen.
Wieder einmal stand uns eine
schreckliche 12 stuendige Autofahrt bevor. Fuer diese Etappe haben wir noch nicht den richtigen
Transport gefunden. Wahrscheinlich ist es am
besten, wieder zurueck nah Heho
und dann per Flieger weiter nach Mandalay.
Ueber die Stationen 2002:
Taungghyi
Kalaw
Bago / GoldenRock
Mount Poppa
berichten wir zusammengefasst in einem weiteren Kapitel.