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Eindruecken vom Leben der Menschen am Ayeyarwady
Erlebnisse - Perspektiven auf dem Ayeyarwady
Bagan - Nyaung U der "neue" Ort in Bagan
Old-Bagan - Pagoden, Menschen, Hotels



Myanmar 1997, 2002, 2007

ein zusammengefasster Reisebericht unserer 3 Reisen durch

ein traumhaft schoenes Land

 

Teil 5: Bagan

Bagan ist eine historische Koenigsstadt im heutigen Myanmar mit fast dreitausend erhaltenen Pagoden und Tempeln aus Ziegelstein. Der Tempelbereich

erstreckt sich über36 ²km und ist damit eine der groessten archaeologischen Staetten Suedostasiens. Bagan liegt ca. 155km suedoestlich von Mandalay

am Ostufer des Ayeyarwady.

Bagan war für ca. 430 Jahre  Koenigsstadt im ersten vereinten Myanmar von heute.

 

Einige geschichtliche Informationen ( entnommen der WIKIPIDEA – Dokumentation )

 

Die Herrscher von Bagan knuepften ihre Macht eng an den buddhistischen Glauben. Dessen Symbolik für ihren Machterhalt nutzend, gestalteten sie den

Grundriss des Stadtzentrums von Bagan zum Abbild des Zentrums des buddhistischen Kosmos um. Das heute durch das Maeandrieren des Ayeyarwady

zerstoerte Quadrat stand für den Goetterberg Meru. In neun Felder unterteilt, stellen die acht aeußeren Teile die bis dahin bekannten acht Planeten des

Sonnensystems dar. Das neunte, das zentrale Feld, ist in der buddhistischen Mythologie für Gautama Buddha selbst reserviert. Hier erbaute Koenig

Anawrahta seinen Palast und den Mahabodhi-Tempel.

 

Der Theravada-Buddhismus ist auch die treibende Kraft für die flaechenhafte Entwicklung der Stadt. Wie im Wettlauf um die Gunst der Goetter wurden,

ohne die immensen Kosten in Betracht zu ziehen, Tempel, Pagoden und Kloester aus der anstehenden Tonerde erbaut und mit Sandstein, glasierten Tafeln

und Stuck verziert. Nur so ist die große Anzahl sakraler Gebaeude zu erklaeren, die in nur zweihundert Jahren entstanden. Dass das Ruinenfeld von Bagan

heute so weitläufig wirkt, ist der Tatsache geschuldet, dass nur Sakralbauten aus Stein errichtet wurden. Der Bau von Wohnhaeusern erfolgte hingegen aus

weniger zeitbestaendigen Materialien wie Holz und Bambus und hatte die Versteppung des Umlandes von Bagan zur Folge.

 

            Heute zaehlt Bagan zu den größten archaeologischen Stätten Südostasiens. Neben den vor allem architektonisch interessanten Denkmaelern finden sich hier

            mit Wandgemaelden aus der Zeit vom 11. bis zum 13. Jahrhundert die aeltesten erhaltenen Malereien Suedostasiens, die durch das außerordentlich trockene

            Klima in Bagan zum Teil hervorragend erhalten sind.

 

            Nach der Nominierung Bagans im Juni 2002 als mögliche erste Weltkulturerbestätte in Myanmar durch die UNESCO muss das Regime der Generäle auch in

            internationalem Kontext gesehen werden. Die UNESCO betrachtet die begonnenen und bereits fertig gestellten Arbeiten aus denkmalpflegerischen

             Gesichtspunkten sehr kritisch. Sie übt deshalb Druck auf die Verantwortlichen in Myanmar aus. Eine offizielle Reaktion der Regierung auf die

            kritischen Stimmen aus den Vereinten Nationen gab es bislang nicht. Für die Regierenden in Pyinmana liegt    in den Verhandlungen mit der UN-Behörde schon

            ein Wert an sich – ganz unabhängig von deren Inhalt. Nach Jahren der Abschottung kann sie die Gespräche im Inland als gelungene Diplomatie verkaufen.

            In Anbetracht der mangelnden Kooperationsbereitschaft von Myanmars Regime scheint das Ziel der Vereinten Nationen, in Myanmar einen Denkmalschutz nach

            UN-Richtlinien zu verwirklichen, kurzfristig nicht durchsetzbar. Mit den begonnenen Verhandlungen ist jedoch die Hoffnung verbunden, langfristig die

            Erhaltung dieses Weltkulturerbes in Bagan zu erreichen.

 

            Soviel an kulturellen- und geschichtlichen Informationen.

 

1997 und 2002 waren wir Anfang Mitte Maerz in Bagan, und das war von der Hitze her gesehen eine harte Zeit. Es war so heiss, dass man meinte, man koenne

nicht mehr atmen. Obwohl hoch interessant, war die Tour durch Alt – Bagan doch eine Qual. Schatten gibt es kaum, nur in den Pagoden und die Sonne brannte

erbarmungslos auf uns nieder.

 

1997 waren wir einen Tag in Alt - Bagan und noch mit dem Taxi unterwegs, aber ohne AC, trotzdem war der Fahrtwind im Auto erfrischend. Die gefuehrte Tour brachte uns die wichtigsten Bauwerke naeher. Und dann ging es aber auch schon schnell weiter. Die Hitze sorgte allerdings dafuer, dass wir fast alles

vergessen hatten. Unser Tagebuch half uns dann spaeter, mehr Informationen ueber die besuchten Bauwerke zu bekommen.

 

2002 waren wir von Mandalay mit einem gecharteten Minibus ueber Mount Poppa nach Bagan gefahren. Auch eine Strapaze und die Hitze war genau so schlimm wie auf der vorherigen Reise. Nur diesmal erkundeten wir Alt – Bagan mit dem Fahrrad. Hier waere eigentlich die Pferdekutsche angebracht

gewesen. Aber die armen Tiere taten uns einfach leid ( eigentlich Quatsch ), so dass wir das Fahrrad nahmen. Schwitzen war gross angesagt. 2 Tage fuhren

wir kreuz und quer durch die wundervolle Pagoden – Landschaft. Gewohnt hatten wir in Bagan - Ortsteil Nyaung U , so dass wir hier die Umgebung " zu Fuss " erforschen konnten. Bis auf die schoene Pagode am Ortseingang, und der taegliche Markt gibt es hier aber nichts erwaehnenswertes zu sehen.

 

2007 wir hatten richtig Angst vor der Hitze in Bagan. Trotzdem wollten wir ein paar Tage dort verbringen. Es war jetzt Anfang Februar. Und wir fuhren mit dem Schiff von Mandalay nach Bagan.

 

Die Schiffsfahrt

 

Normalerweise braucht das grosse und geraeumige Schiff  ca. 10Std fuer diese Strecke. In dieser Jahreszeit muss man jedoch mit 12Std rechnen, da der

Ayeyarwady in der Trockenzeit einen niedrigen Wasserstand hat und das Schiff staendig kreuzen muss. Ab und zu knirschte es unterm Bug ganz schoen und

Erinnerungen an unsere Schiffsfahrt auf den Philippinen von Mindanao nach Cebu wurden wach.

( siehe unseren Reisebericht Philippinen unter www.geigers.de ).

Es war einer der schoensten Transporte in Myanmar ueberhaupt. Ruhig und bedaechtig zog das Schiff seine " Kreise ". Es war gross und geraeumig und bot

jeden Komfort. Bequeme Sessel unter Deck im AC – Raum ( natuerlich wie immer zu kalt ), kleine Bar und herrliche Aussichten auf dem Sonnendeck. Da nicht

allzu viel Sonne da war, liess sich das Leben am und auf dem Fluss sehr gut beobachten. Wir starteten bei Sonnenaufgang und kamen bei Sonnenuntergang

an. Das ist die allerbeste Art von Mandalay nach Bagan zu kommen, wenn auch etwas zeitaufwendig.

 

Old-Bagan

 

Gegen 19Uhr kamen wir in Bagan an. Eigentlich wollten wir wieder zu unserem Resort von 2002. Aber wie immer liessen wir uns von unserem Taxifahrer

ueberzeugen, erst einmal " seine " Empfehlung anzufahren. Und wie so oft, es war ein Volltreffer. So wohl wie hier ( siehe Hotelbeschreibungen im

Allgemeinen Teil ) haben wir uns nirgendwo in Myanamr gefuehlt. Hier passte einfach alles.

Die groesste Ueberraschung fuer uns aber war das Klima. Immer wehte ein kuehler Wind vom Ayeyarwady, der auch tagsueber alles wunderbar ertraeglich

machte. Abends war es oft so frisch, dass ein langaermliges Shirt durchaus angebracht war. Natuerlich brannte die Sonne, aber es war immer ertraeglich.

Und es machte richtig Spass Alt – Bagan mit dem Fahrrad zu erkunden. 4 Tage waren wir hier und schwaermen noch heute von dieser wunderschoenen Zeit in

Bagan in einem angenehmen Klima.

Erstaunlich, was in Bagan 4 Wochen ausmachen was das Klima betrifft. Aber das hatten uns Einheimische schon vorher bestaetigt. Also wenn es Ihr es zeitlich

einrichten koennt, fahrt nie spaeter als Anfang Februar nach Bagan.

Auch diesmal waren wir beeindruckt von der Vielfaeltigkeit und Pracht dieses riesigen Areals. Normal Sterblichen ( und Nicht – Buddhisten ) bleibt es einfach

unerklaerlich wie so etwas entstehen kann. Ankor Wat oder Borobodur sind ja schon beeindruckend und kaum in unser westliches Verstaendnis einzuordnen,

aber Bagan uebertrifft das alles.

Wer in Bagan ist und selbst alles organisiert, sollte sich vom Hotel/Resort die wichtigsten Monumente erklaeren lassen. Ansonsten ein Fahrrad mieten und

einfach alles selbst " erforschen ". Es macht sehr viel Spass etwas selbst zu entdecken was man schoen findet und dort bleiben wo man sich entspannt

aufhalten kann. Denn " DIE ATTRAKTIONEN " sind mit Touristen und Souvenirs Staenden leider schon voll gepackt. Dennoch sind diese Pagode mehr als

ein Blick wert.

Und noch etwas, die Zahl der Pauschalreisenden nimmt überproportional zu. Myanmar ist inzwischen ein begehrtes Reiseziel in den " Neckermann – Katalogen "

geworden. Also seid nicht sauer, wenn Ihr doch mehr Tourismus vorfindet als geglaubt. Was wir sehr bedauern ist, dass dadurch auch die Preise kaputt gemacht werden. Dennoch sind z. Zt. noch die Travellar sehr beliebt, da sie ja meistens in Privat – Unterkuenfte " absteigen ". Und darauf solltet Ihr auch

achten. Leider koennen wir nicht sagen, wie eine Privat – Unterkunft von einer staatlichen unterschieden werden kann. Also nachfragen und ueber das Internet

informieren.

Was unbedingt sehenswert ist sollte vor Ort erfragt werden. Wir haben es so gehalten, dass wir z. T. dorthin fuhren, wo auch die Busse waren, und wenn wir

genug vom " Schlange stehen " und Souvenirs – Staenden " hatten, sind wir einfach losgefahren. Irgendwo findet man immer einen stillen Ort den man im

Schatten einer Pagode fuer sich geniessen kann.

 

Bagan Ortsteil Nyaung U

 

Liegt noerdlich von Old-Bagan und hat etwa 3000 Einwohner. Der Ort ist mit dem Fahrrad leicht zu erreichen.

Sehenswert ist auf jeden Fall die Shwezigon Pagode am Eingang von dem Oertchen.  Es gibt noch eine Reihe weiterer Tempel und Pagoden die wir nicht besucht haben, da wir  eigentlich genug mit Old-Bagan zu tun hatten.

Auch ein Bummel ueber den kleinen Markt, der etwas versteckt in einer Seitengasse liegt, lohnt sich. Viele Touristen verlaufen sich hierhin kaum. Ansonsten

gibt es kaum Attraktionen in dem Ort.

 

Ueber die detaillierte geschichtliche Entwicklung von Bagan koennen interessierte Traveller in den Reisefuehrern oder der einschlaegigen Literatur

nachlesen.

 

Hier eine kleine Auflistung der wichtigsten Bauwerke. Wo sie zu finden sind, kann man vor Ort den Lageplaenen entnehmen, die ueberall erhaeltlich sind,

oder macht es wie wir, fahrt dorthin wo die Touristenbusse stehen.

 

Ananda Tempel

Dhamma-yan-gyi Pahto, größter Tempel in Bagan

Dham­ma-yazika

Hti-lo-min-lo-Tempel  

Lokananda  

Manuha-Tempel   

Nan-paya, Mon-Stil

Sein-nyet Ama & Nyima  

Shwe-hsan-daw  

Shwezigon   

Sula-mani-Tempel

Tan-chi-daung   

Tharaba-Stadttor

That-byin-nyu-Tempel

Tu Wing daung

 

Noch eine Anmerkung – Internet ist auch in Bagan kein Problem, auch wenn es sehr langsam ist und die Internetcafes nicht so ueppig sind.