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Eindruecken vom Leben der Menschen am Ayeyarwady |
Erlebnisse - Perspektiven auf dem Ayeyarwady |
Bagan - Nyaung U der "neue" Ort in Bagan |
Old-Bagan - Pagoden, Menschen, Hotels |
ein zusammengefasster Reisebericht unserer 3 Reisen durch
ein traumhaft schoenes Land
Teil 5: Bagan
Bagan ist eine historische Koenigsstadt
im heutigen Myanmar mit fast dreitausend erhaltenen Pagoden
und Tempeln aus Ziegelstein. Der Tempelbereich
erstreckt sich über36 ²km und ist damit eine der groessten archaeologischen Staetten Suedostasiens. Bagan liegt ca. 155km suedoestlich
von Mandalay
am Ostufer des Ayeyarwady.
Bagan war für ca. 430
Jahre Koenigsstadt
im ersten vereinten Myanmar
von heute.
Einige
geschichtliche Informationen ( entnommen der WIKIPIDEA – Dokumentation )
Die Herrscher von Bagan knuepften ihre Macht eng an den buddhistischen Glauben.
Dessen Symbolik für ihren Machterhalt nutzend, gestalteten sie den
Grundriss des Stadtzentrums von Bagan zum Abbild des Zentrums des buddhistischen Kosmos um.
Das heute durch das Maeandrieren des Ayeyarwady
zerstoerte Quadrat stand für den Goetterberg Meru. In neun Felder
unterteilt, stellen die acht aeußeren Teile die bis
dahin bekannten acht Planeten des
Sonnensystems dar. Das neunte, das zentrale Feld,
ist in der buddhistischen Mythologie für Gautama Buddha selbst reserviert. Hier
erbaute Koenig
Anawrahta seinen Palast und den Mahabodhi-Tempel.
Der Theravada-Buddhismus
ist auch die treibende Kraft für die flaechenhafte
Entwicklung der Stadt. Wie im Wettlauf um die Gunst der Goetter
wurden,
ohne die immensen Kosten in Betracht zu ziehen,
Tempel, Pagoden und Kloester aus der anstehenden Tonerde erbaut und mit
Sandstein, glasierten Tafeln
und Stuck verziert. Nur so ist die große Anzahl
sakraler Gebaeude zu erklaeren,
die in nur zweihundert Jahren entstanden. Dass das Ruinenfeld von Bagan
heute so weitläufig wirkt, ist der Tatsache
geschuldet, dass nur Sakralbauten aus Stein errichtet wurden. Der Bau von Wohnhaeusern erfolgte hingegen aus
weniger zeitbestaendigen
Materialien wie Holz und Bambus und hatte die Versteppung des Umlandes von Bagan zur Folge.
Heute zaehlt
Bagan zu den größten archaeologischen
Stätten Südostasiens. Neben den vor allem architektonisch interessanten Denkmaelern finden sich hier
mit Wandgemaelden
aus der Zeit vom 11. bis zum 13. Jahrhundert die aeltesten
erhaltenen Malereien Suedostasiens, die durch das
außerordentlich trockene
Klima in Bagan
zum Teil hervorragend erhalten sind.
Nach der Nominierung Bagans im Juni 2002 als mögliche erste Weltkulturerbestätte
in Myanmar durch die UNESCO muss das Regime der
Generäle auch in
internationalem Kontext gesehen
werden. Die UNESCO betrachtet die begonnenen und bereits fertig gestellten
Arbeiten aus denkmalpflegerischen
Gesichtspunkten sehr kritisch. Sie übt deshalb
Druck auf die Verantwortlichen
in Myanmar aus. Eine offizielle Reaktion der
Regierung auf die
kritischen Stimmen aus den Vereinten
Nationen gab es bislang nicht. Für die Regierenden in Pyinmana
liegt in den Verhandlungen mit der
UN-Behörde schon
ein Wert an sich – ganz unabhängig
von deren Inhalt. Nach Jahren der Abschottung kann sie die Gespräche im Inland
als gelungene Diplomatie verkaufen.
In Anbetracht der mangelnden
Kooperationsbereitschaft von Myanmars Regime scheint
das Ziel der Vereinten Nationen, in Myanmar einen Denkmalschutz nach
UN-Richtlinien zu verwirklichen,
kurzfristig nicht durchsetzbar. Mit den begonnenen Verhandlungen ist jedoch die
Hoffnung verbunden, langfristig die
Erhaltung dieses Weltkulturerbes in Bagan zu erreichen.
Soviel
an kulturellen- und geschichtlichen Informationen.
1997 und
2002
waren wir Anfang Mitte Maerz in Bagan,
und das war von der Hitze her gesehen eine harte Zeit. Es war so heiss, dass man meinte, man koenne
nicht mehr atmen. Obwohl hoch interessant, war die
Tour durch Alt – Bagan doch eine Qual. Schatten gibt
es kaum, nur in den Pagoden und die Sonne brannte
erbarmungslos auf uns nieder.
1997 waren wir einen Tag in
Alt - Bagan und noch mit dem Taxi unterwegs, aber
ohne AC, trotzdem war der Fahrtwind im Auto erfrischend. Die gefuehrte Tour
vergessen
2002 waren wir von Mandalay mit einem gecharteten
Minibus ueber Mount
Poppa nach Bagan
gefahren. Auch eine Strapaze und die Hitze war genau
so schlimm
gewesen. Aber
wir kreuz und quer
2007 wir hatten richtig Angst
vor der Hitze in Bagan. Trotzdem wollten wir ein paar
Tage dort verbringen. Es war jetzt Anfang Februar. Und wir fuhren mit dem
Die
Schiffsfahrt
Normalerweise braucht das grosse
und geraeumige Schiff
ca. 10Std fuer diese Strecke. In dieser
Jahreszeit muss man jedoch mit 12Std rechnen, da der
Ayeyarwady in der Trockenzeit einen
niedrigen Wasserstand hat und das Schiff staendig kreuzen
muss. Ab und zu knirschte es unterm Bug ganz schoen
und
Erinnerungen an unsere Schiffsfahrt auf den
Philippinen von Mindanao nach Cebu
wurden wach.
( siehe unseren Reisebericht Philippinen unter www.geigers.de ).
Es war einer der schoensten
Transporte in Myanmar ueberhaupt.
Ruhig und bedaechtig zog das Schiff seine "
Kreise ". Es war gross und geraeumig
und bot
jeden Komfort. Bequeme Sessel unter Deck im AC –
Raum ( natuerlich wie immer zu kalt ), kleine Bar und
herrliche Aussichten auf dem Sonnendeck. Da nicht
allzu viel Sonne da war, liess
sich das Leben am und auf dem Fluss sehr gut beobachten. Wir starteten bei
Sonnenaufgang und kamen bei Sonnenuntergang
an. Das ist die allerbeste Art von Mandalay nach Bagan zu kommen,
wenn auch etwas zeitaufwendig.
Old-Bagan
Gegen 19Uhr kamen wir in Bagan
an. Eigentlich wollten wir wieder zu unserem Resort
von 2002. Aber wie immer liessen wir uns von unserem
Taxifahrer
ueberzeugen, erst einmal " seine
" Empfehlung anzufahren. Und wie so oft, es war ein Volltreffer. So wohl
wie hier ( siehe Hotelbeschreibungen im
Allgemeinen Teil ) haben wir uns nirgendwo
in Myanamr gefuehlt. Hier
passte einfach alles.
Die groesste Ueberraschung fuer uns aber war
das Klima. Immer wehte ein kuehler Wind vom Ayeyarwady, der auch tagsueber
alles wunderbar ertraeglich
machte. Abends war es oft so frisch, dass ein langaermliges Shirt durchaus
angebracht war. Natuerlich brannte die Sonne, aber es
war immer ertraeglich.
Und es machte richtig Spass
Alt – Bagan mit dem Fahrrad zu erkunden. 4 Tage waren
wir hier und schwaermen noch heute von dieser wunderschoenen Zeit in
Bagan in einem angenehmen
Klima.
Erstaunlich, was in Bagan
4 Wochen ausmachen was das Klima betrifft. Aber das hatten uns Einheimische
schon vorher bestaetigt. Also wenn es Ihr es zeitlich
einrichten koennt, fahrt
nie spaeter als Anfang Februar nach Bagan.
Auch diesmal waren wir beeindruckt von der Vielfaeltigkeit und Pracht dieses riesigen Areals. Normal
Sterblichen ( und Nicht – Buddhisten ) bleibt es
einfach
unerklaerlich wie so etwas entstehen
kann. Ankor Wat oder Borobodur
sind ja schon beeindruckend und kaum in unser westliches Verstaendnis
einzuordnen,
aber Bagan uebertrifft das alles.
Wer in Bagan ist und
selbst alles organisiert, sollte sich vom Hotel/Resort
die wichtigsten Monumente erklaeren lassen. Ansonsten
ein Fahrrad mieten und
einfach alles selbst " erforschen ". Es
macht sehr viel Spass etwas selbst zu entdecken was
man schoen findet und dort bleiben wo man sich
entspannt
aufhalten kann. Denn " DIE ATTRAKTIONEN " sind mit Touristen und Souvenirs Staenden leider schon voll gepackt. Dennoch sind diese
Pagode mehr als
ein Blick wert.
Und noch etwas, die Zahl der Pauschalreisenden
nimmt überproportional zu. Myanmar ist inzwischen ein
begehrtes Reiseziel in den " Neckermann – Katalogen
"
geworden. Also seid nicht sauer, wenn Ihr doch
mehr Tourismus vorfindet als geglaubt. Was wir sehr bedauern ist, dass dadurch
auch die Preise kaputt gemacht
achten. Leider
informieren.
Was unbedingt sehenswert ist sollte vor Ort
erfragt werden. Wir haben es so gehalten, dass wir z. T. dorthin fuhren, wo
auch die Busse waren, und wenn wir
genug vom " Schlange stehen " und
Souvenirs – Staenden " hatten, sind wir einfach
losgefahren. Irgendwo findet man immer einen stillen Ort den man im
Schatten einer Pagode fuer
sich geniessen kann.
Bagan Ortsteil Nyaung U
Liegt noerdlich von Old-Bagan und hat etwa 3000 Einwohner. Der Ort ist mit dem
Fahrrad leicht zu erreichen.
Sehenswert ist auf jeden Fall die Shwezigon Pagode am Eingang von dem Oertchen.
Es gibt noch eine Reihe weiterer Tempel
und Pagoden die wir nicht besucht
Auch ein Bummel ueber
den kleinen Markt, der etwas versteckt in einer Seitengasse liegt, lohnt sich.
Viele Touristen verlaufen sich hierhin kaum. Ansonsten
gibt es kaum Attraktionen in dem Ort.
Ueber die detaillierte geschichtliche Entwicklung von Bagan koennen interessierte Traveller in den Reisefuehrern oder der einschlaegigen Literatur
nachlesen.
Hier eine kleine Auflistung der wichtigsten Bauwerke. Wo sie zu finden sind, kann man vor Ort den Lageplaenen entnehmen, die ueberall erhaeltlich sind,
oder macht es wie wir, fahrt dorthin wo die
Touristenbusse stehen.
Dhamma-yan-gyi Pahto,
größter Tempel in Bagan
Dhamma-yazika
Hti-lo-min-lo-Tempel
Lokananda
Manuha-Tempel
Nan-paya, Mon-Stil
Sein-nyet Ama
& Nyima
Shwe-hsan-daw
Shwezigon
Sula-mani-Tempel
Tan-chi-daung
Tharaba-Stadttor
That-byin-nyu-Tempel
Tu Wing daung
Noch eine Anmerkung – Internet ist auch in Bagan kein Problem, auch wenn es sehr langsam ist und die Internetcafes nicht so ueppig sind.