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Philippinen  2005

 

       Teil 2:    Metro Manila  

 

 

Stationen auf unserer Reise

 

       Das war uebrig geblieben von unseren Plaenen:

 

            - Manila, Metropole der Philippinen

- die Vulkanlandschaft des Pinatubos

            - die Reisterassen von Banaue

            - die Trauminsel Boracay

            - eine Reise durch die Visayas – Inseln

            - die CHOCOLATE HILLS von Bohol

            - neue schöne Strände für uns entdecken

            - das Ati Ati Han Festival erleben

 

 

 

 

 

 

 

 

Manila, die Metropole der Philippinen      

 

Wer sich mit den Philippinen beschaeftigt, eine Reise dorthin plant oder auch nur Informationen sammelt, wird immer wieder die Hinweise

finden:

- Manila ein Alptraum

- eine der schmutzigsten Metropolen der Welt

- Aufenthalt unertraeglich

- keinerlei Highlights

- usw. usw

                       

                        Vieles stimmt, dennoch hat auch diese Stadt etwas zu bieten. Inzwischen bemuehen sich die Behoerden das Bild von Manila zu korrigieren.

                        Die Menschen zu animieren, den Muell nicht einfach auf die Strasse zu werfen. Ermita, das fruehere groesste Bordell der Welt ( Erbe der

                        GI's ) ist inzwischen voellig aufgeloest ( siehe auch Bericht ueber Angeles ). Dort hat sich eine relativ serioese Touristen – Szene etabliert.

                        Es gibt Hotels und Guesthouses in allen Kategorien, Reiseagenturen, Banken und Restaurants, also alles was der Traveller braucht.

                        Bei einem Vergleich mit anderen Metropolen  schneidet Manila trotzdem sehr schlecht ab.

                        Wir haben dort eine Woche verbracht, da wir das groesste christliche Fest auf den Philippinen, " Festival der Black Nazarena " mit feiern

                        wollten. 2 Tage vor dem Fest wurden geplante Bombenanschlaege aufgedeckt. Damit mussten wir wieder einmal unsere Plaene aendern.

                        Wir haben uns die Vorbereitungen und kleinen Feiern am Vortag angesehen, die auch sehr eindrucksvoll waren, haben es dann aber doch

                        vorgezogen Manila in Richtung Pinatubo zu verlassen.

                        Das Festival verlief im uebrigen ohne Anschlaege ab und es waren viele hunderttausend Menschen auf diesem Festival unterwegs.

                        Versteht sich von selbst, dass wir Tomba und die Slums nicht " besichtigt " haben.                        

 

    

Der " Chinesische Friedhof ".

                       

Wirkt wie ein kleines Dorf, in dem reiche Chinesen wohnen. Grosse Bungalows und kleine Villen bilden die Grabstaetten. Eine unwirkliche

                        Welt. Wir koennen den Friedhof bestenfalls als skurrile Kuriosität empfehlen, und empfanden eine unangenehme Atmosphäre dort. Wird

aber in jedem Reisefuehrer heraus gehoben und als sehenswert gepriesen. Kann man geteilter Meinung sein.

                        Unsere Meinung: Nicht besuchen!! Trotzdem, hier 2 Fotos:

 

                         

 

                
                




                


                Sightseeing in Manila

                Da wir nun mal hier waren, haben wir Trips durch Manila mit allen moeglichen Verkehrsmittel unternommen. Wir sind gefahren mit

 

                                   - der Trambahn

                                   - dem Motorbike ( Tricycle )

                                   - dem Jeepney

                                   - dem normalen Taxi

                                   - dem Fahrrad

                                   - der Pferdekutsche

	                     und haben dabei u. a.     gesehen/besucht:
                                  - Intramuros  
die maechtige Festung die noch recht gut erhalten. Hier ist die bunt bemalte Pferdekutsche das geeignete Verkehrsmittel       
            um Intramuros zu erkunden. Aber Achtung!! unser Droschkenfahrer wollte nach Beendigung der Tour das Dreifache der 
vereinbarten Summe
haben. Erst nachdem wir ihn bei der " Ehre " gepackt hatten, sah er von seiner unsinnigen Forderung ab. Bei der Rundfahrt haben wir einen schönen Eindruck von der Anlage bekommen, die z. T. gut restauriert worden ist. Dabei haben wir auch die San Augustin Kirche, die 1599 errichtet wurde, besichtigt.
Der Besuch dieser Anlage lohnt sich.
                                   - Manila Cathedrale

Die maechtige Kirche wurde 1581 erbaut und verkoerpert eindrucksvoll die Bedeutung der katholischen Kirche. Eine gut

                        restaurierte Kirche mit schoener Aussenfassade, schoenen Glasfenstern sowie der groessten Orgel Asiens.

                        Sehenswert.

            - Fort Santiago

 

                        Gut erhaltenes frueheres militaerisches Hauptquartier. Heute als Museum eingerichtet und ist dem Nationalhelden

                        Jose Rizal gewidmet.

                Muss man nicht gesehen haben.

 

           - Chiuapa Church

auch als " Kirche des schwarzen Nazareners ", eine aus schwarzem Holz geschnitzte Christusfigur wird hier verehrt,

landesweit bekannt. Hier fand auch das grosse Festival " Black Nazarena " statt, zu dem wir ja wegen der Bombendrohungen

nicht gegangen waren. Angeblich ist die Figur von einem Indio in Mexiko geschnitzt worden und soll wundertaetige Kraefte

besitzen.

                        Durchaus sehenswert.

 

        - Seng Guan Tempel

 

                wird auch " Tempel der 1000 Buddhas " genannt und ist eine Oase der Ruhe in dem hektischen und lauten Manila.

                        Ein Besuch lohnt sich.

 

Dazu noch der Besuch diverse anderer Kirchen, kleinere Maerkte und Einkaufszentren. Auch der abendliche Bummel am Manila Bay, mit

den jeden Abend neu aufgebauten Essensstaenden, Bierbuden und der Livemusik gehoert mit zu den angenehmen Seiten Manilas. Trotz

alle dem, mehr als 3 Tage sollte der Aufenthalt in Manila nicht dauern.

Bei der DIA-Show " grosse Bilder " per Mausclick " aufrufen!

 

Ausflug zum Taal-Vulkan     

 

Der schoenste Ausflug von Manila aus ist ganz sicher die Fahrt zum Taal – Vulkan im Sueden der Insel Luzon.

Die Stationen auf diesem Trip:

 

            - eine kleine Jeepney – Fabrik

        - die weltweit einzige Bambusorgel in Las Pinas

        - der Taal - Vulkan

 

Wir hatten diese Tour ueber das Reisebuero " Filippinos Travel " gebucht. Ein sehr angenehmes und kompetentes Reisebüro, das in der

gegenueber liegenden Strasse von unserem Hotel liegt.

Im sehr bequemen Minibus und mit einem gut deutsch sprechenden Guide stand uns ein angenehmer Tag bevor. Nur der Verkehr um

Manila herum war aetzend.

 

        Eine kleine Jeepney Fabrik        

 

        Am Stadtrand von Manila haben sich etliche kleine Jeepney – Fabriken etabliert, deren Besuch lohnenswert ist. Gerne wird

            man in diesen Fabriken, die meist nur aus wenigen Monteuren bestehen, herumgefuehrt und die Kunstwerke werden stolz

            praesentiert.

            Jeepneys -  Nachlass der Amerikaner, die nach Beendigung des 2. Weltkrieges zigtausende Jeeps als Schrott auf den Inseln

        zurueck gelassen haben. Die Filipinos bauten aus diesem Schrott ihre, bis auf den heutigen Tag ausgesprochen beliebten,

            Transportfahrzeuge. Der Achsenstand wurde um 2m verlaengert, ein Dach darueber und 2 Sitzreihen in Laengsrichtung, und

            der " Roh – " Jeepney war geschaffen. Was aber einen richtigen Jeepney ausmacht, ist sein Outfit. Mit grellen Farben bemalt,

            haeufig christliche Motive, phantasievolles Beiwerk, wie dutzende Rueckspiegel, jede Menge Scheinwerfer in allen Variationen,

zig Signalhoerner und andere kustvolle Gebilde machen den Jeepney erst vollstaendig. Hier in diesen Fabriken werden die

Jeepneys  zusammengebaut und den Wuenschen der Kunden entsprechend gestaltet und verziert.

Es lohnt sich, sich in einer diesen kleinen Fabriken umzuschauen.

 

Die Bambusorgel von Las Pinas         

 

Ein spanischer Priester bekam um 1815 – 1816 den Auftrag, fuer die San – Jose – Kirche eine Orgel zu bauen. Was ihm fehlte,

war das Metall, um die Orgelpfeifen zu bauen. Von den Einheimischen lernte er, die Bambushalme fuer sich zu benutzen. Die

Einheimischen fertigten ja ihre Floeten aus Bambus. Nach 8 Jahren Bauzeit war es soweit, die Orgel mit ueber 830 Bambus-

und ca. 120 Metallpfeifen war fertiggestellt. Die laengste Bambuspfeife ist ueber 2,5m gross. Im Laufe der Zeit wurden an

der Orgel Schaeden festgestellt, die durch die Unbilden der Natur entstanden waren. Daher entschloss man sich 1973 dieses

Wunderwerk restaurieren zu lassen. Dazu kam die Orgel nach Bonn und wurde dort in 2jaehriger Arbeit komplett ueberholt.

Und heute ist der einzigartige Klang wieder voll zu geniessen.

Als wir dort waren, hat der Organist 2 christliche Musikstuecke von Bach fuer uns gespielt. Das war schon toll ( und entsprechend

fiel unsere Spende dann etwas grosszueger aus ).

Auch der Besuch der Kirche und des kleinen Museums sind lohnenswert.

Absolut sehenswert.

 

Der Taal – Vulkan                 

 

Weiter ging es in Richtung Taal – See mit dem gleichnamigen Vulkan. In einem Restaurant, mit herrlichen Blick auf See und

Vulkan, genossen wir das Mittagsmahl. Eine relaxte Umgebung, in der wir die wunderschoene Landschaft um uns herum

geniessen konnten.

Der Vulkan selber gehoert mit zu den kleinsten aber auch gefaehrlichsten Vulkanen der Erde.

Letzter Ausbruch 1992, aber ohne nennenswerte Folgen, da die Bevölkerung rechtzeitig gewarnt war. Der vordere Krater gilt als

erloschen und dort hat sich inzwischen ein kleiner See gebildet. Während der hintere Krater noch als äußerst unberechenbar

angesehen wird.

Den besten Ausblick hat man nahe gelegenen Viewpoint. Von dort wird das ganze Tal um den Vulkansee ueberschaut und nach

Sueden hin tauchen am Horizont die Gebirgszuege der Insel Mindoro auf.

Ein empfehlenswerter Tagestrip.

                         Die Weiterreise

                        Inzwischen hatten wir von dem Reisebuero erfahren, dass das grosse Festival AtiAti -Han  auf derInsel Panay, in Kalibo, frueher

                        stattfindet als uns gesagt wurde. Wir hatten ja zunaechst geplant,  in den Norden von Luzon, zu den Reisterassen zu reisen. Deshalb

                        aenderten wir unsere Reiseplaene erneut und wollten jetzt  zuerst  zum Pinatubo – Angeles, um dann von Angeles ueber Manila

                        nach Boracay / Panay zu fliegen. Den Flug buchten wir ueber " Filipinos Travel " und zum Pinatubo fuhren wir mit einem Hotelbus

                        von der Hotelgruppe " Swatman-Hotels " der 2x taeglich zwischen dem Hotel in Manila und dem Hotel in Angeles verkehrt. Natuerlich

                        kommt man in Angeles am " Swatman-Hotel ". Aber wir hatten nicht vor, dort zu wohnen. Die Busfahrt kostete ca. 6€.