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Island Hopping  durch die Visayas

 

             Boracay war also abgehakt und wir starteten unsere Reise durch die Visayas.

                        Die Visayas sind eine Inselgruppe die zwischen der Hauptinsel Luzon im Norden, der zweitgroessten Insel Mindanao im Sueden und

Palavan im Westen liegt.

Die Hauptinseln sind:

 

           - Panay

           - Negros

           - Cebu

           - Bohol

           - Leyte und

           - Samar

 

Unsere Stationen waren:

 

           - Panay

        - Guimaras

        - Negros

        - Bohol

        - Cabilao

        - Cebu

 

Insel Panay mit Guimaras

 

Alle die nach Boracay wollen, muessen ueber Panay anreisen. So auch wir.

Da wir die im Sueden vorgelagerte Insel Guimaras besuchen wollten, fuhren wir nach unserem Boracay – Aufenthalt mit dem Bus von

Catiklannach IloIlo – City im Sueden der Insel. Wir waren ca. 6 Stunden unterwegs. Eine angenehme Busfahrt. Von dort ging es mit

der Faehre ( 20 Minuten )weiter nach Guimaras, die Insel der Mangos. An der Anlegestelle weist ein grosses Schild darauf hin dass die

Einfuhr von Mangos verboten ist. Die hier angebauten Mangos sollen die besten im ganzen Land sein.

Wir haben nahe Verwandte auf Guimaras, die dort ein grosses Grundstueck mit 2 Bungalows besitzen, und das war der Grund, weshalb wir

die Insel besuchen wollten.

Die Insel besitzt in paar ansehnliche Resorts, einige nette Fischerdoerfer mit freundlichen Menschen sowie versteckte Hoehlen und

Buchten. Es besteht ausserdem die Moeglichkeit mit einem Boot ein paar der einsamen, vorgelagerten kleinen Inseln einen Besuch

abzustatten.

Eine Bekannte erzaehlte uns, dass am naechsten Wochenende das grosse Festival " Ati Ati Han " in IloIlo – City stattfindet. Das Fest wird

hier "Dinagyang " genannt. Das freute uns riesig, endlich konnten wir doch noch dieses grossartige Festival life erleben.

IloIlo ist eine angenehme und ueberschaubare Stadt. Grosse Einkaufszentren, Hotels und Banken und jede Menge Internetcafes.

Allerdings TC konnten wir auch hier nicht eintauschen.

Fuer uns war der Aufenthalt hier lohnenswert, da wir ja die Verwandtschaft hier haben und das Festival erlebt konnten. Ausserdem

konnten wir von IloIlo aus per Faehren und Bus ueber Negros zur Insel Bohol reisen, die ja das Hauptziel unserer Reise durch die Visayas war.

 

Insel Guimaras

 

Dank unserer Bekannten ( sie stammt von hier ) lernten wir die Insel bei einer Rundfahrt mit einem Minibus sehr gut kennen. Eine charmante

Insel, aber ohne die ganz grossen Highlights. Nette kleine Fischerdoerfer mit freundlichen Bewohnern, die aelteste Kirche der Visayas und

weitlaeufige Sandstraende. Den " Traumstrand " haben wir hier allerdings nicht entdeckt. Es gibt aber viele versteckte kleine Buchten,

die einen Badeaufenthalt lohnen.

Wir besuchten eine Fischzucht, wo die Männer dabei waren, die Fische " umzusiedeln ". D. h. von einem Teich in den anderen. Der Sinn ist, der
Teich wird trockengelegt und Pflanzen ( als Fischnahrung ) koennen nachwachsen.
Auch der Besuch einer Toepferei war hoch interessant.
Mit einem Pfarrer, den unsere Bekannte kannte, durften wir ein Dorf der Ureinwohner besuchen. Diese Menschen leben noch nach alten
Traditionen, werden aber stark missioniert, um sie in die Gesellschaft zu integrieren.

Interessant die riesigen Mangoplantagen. Jede einzelnen Mango auf den Baeumen war in Papier eingewickelt. Die Erklaerung gab uns unsere

Bekannte, die Umhuellung diente zum Schutz gegen Ungeziefer und die Mangos wuerden dadurch besser reifen. Wir sahen, wie so haeufig,

denn unglaublichen Aufwand tausende Mangos mit Papier einzuwickeln. Aber menschliche Arbeitskraft ist auf den Philippinen eben sehr billig.

Die Mangos schmecken koestlich und sollen die besten im ganzen Land sein. Jetzt verstehen wir auch die Kontrollen am Pier. Jeder Ankommende

wird untersucht, on er " fremde " Mangos einfuehren will. Ein groesses Schild weist darauf hi, dass das Einfuehren von Mangos strickt verboten

ist. Sicherlich werden wir immer wieder einmal hierher kommen wenn wir auf den Philippinen sind. Aber so richtig empfehlen koennen wir

Guimaras nicht, da es doch eine relativ grosser Aufwand ist die Insel zu erreichen.

 

Insel Negros

 

Wir hatten uns entschlossen, mit  Faehren ( SuperCat, OceanJet ) und Bussen zur Insel Bohol zu fahren. Die geplante Route fuehrte ueber die

Insel Negros. Wir hatten uns Tickets fuer die 10Uhr Faehre gekauft und wollten als erstes Station in Bacolod auf Negros ansteuern. Die Faehre

machte wirklich einen ganz tollen Eindruck. Sehr komfortable Sitze und ein guter Service an Bord. Auf gar keinen Fall ueberfuellt, was wohl auch an den Preisen lag. Fuer uns preiswert, aber fuer den einfachen Menschen hier fast unerschwinglich.  Nach etwas mehr als einer Stunde kamen wir in Bacolod an. Wir hatten uns fuer das Resort " Palmas del Mare " entschieden ( siehe auch den Punkt Hotelbeschreibung ).

Bacolod ist eine aufstrebende, aber dennoch angenehme Stadt. Viele Antquitaeten- und Keramiklaeden, sowie die Besichtigung der kleinen

Keramikwerstaetten machen einen Bummel durch die Stadt lohnenswert. Auch der Besuch des Museums von Bacolod lohnt sich.

Wir wollten auch zu den heissen Quellen des Vulkanes Kanlaon und eine kleine Wanderung durch den angrenzenden Nationalpark mit ueppiger

Regenwaldvegetation machen. Dort gibt es auch einen " TopTree Walkway ", der aber leider nur am Wochenende geoeffnet ist. Und wir waren am Mittwoch dort. Schade, aber die Wanderung zu einem der vielen Wasserfaelle in dem Park hat uns etwas entschaedigt. Echt lohnenswert dieser Tagesausflug. Herrlich entspannend das Bad in den mit heissem Schwefelwasser gefuellten Becken. 

Hin und auch zurueck sind wir mit dem Jeepney gefahren, der am Markt startet. Ist aber nicht so ganz leicht zu finden. Aber nach ein paar Mal

Nachfragen sassen wir dann im richtigen Fahrzeug, das nach Mambukal faehrt. Die Fahrt dauert knapp 1 Stunde. Angeboten wird die Tour ach als Tagesausflug fuer ca. 25€, was uns aber zu teuer war. Die Fahrt mit dem Jeepney ist nicht ganz so bequem, kostet dafuer aber auch nur 2€ pro Person fuer eine Strecke.

Vieles haben wir auf Negros nicht gesehen, aber unser Hauptziel war ja die Insel Bohol. Deshalb fuhren wir am naechsten Tag mit dem Bus weiter nach Sueden zur Hafenstadt Dumaguete, von der die Faehre nach Bohol abfuhr. Der Bus den wir nehmen wollten startete um 11 Uhr und war gegen 17Uhr in Dumaguete. Auch wieder eine bequeme und angenehme Busfahrt. Wir mussten hier uebernachten, denn unsere Faehre startete erst am naechsten Morgen gegen 7 Uhr in Richtung Bohol.

Von der Stadt selber haben wir nicht viel gesehen. Aber die strahlenden Lichter am  Strand am Abend verbreitete eine angenehme Stimmung. In einem der zahlreichen Restaurants an der Uferpromenade haben wir sehr gut chinesisch gegessen.

Wenn wir wieder einmal auf den Visayas sind, werden wir Negros ganz sicher noch einmal besuchen und intensiver erkunden.

 

 

Insel Bohol

 

Die Faehre ( SuperCat ) legte puenktlich um 7 Uhr ab. Wieder eine bequeme und angenehme Fahrt, die knapp 2Std dauerte. Nur die Klimaanlage war, wie so oft in Asien, viel zu kalt eingestellt. Wer plant mit einer Faehre zu fahren, sollte einen Pullover griffbereit haben. Nach der Ankunft in Tagbilaran, der Metropole von Bohol, fuhren wir mit dem Trycle zum Alona Beach auf der Insel Panglao. Diese Insel ist ueber 2 Bruecken mit dem Mainland verbunden. Das Klima hat sich inzwischen etwas veraendert, denn es war jetzt deutlich waermer als auf den anderen Inseln, es war aber immer noch gut ertraeglich.

 

Panglao-Island / Alona Beach

 

Die von uns ausgesuchten Resorts am Alona Beach waren alle ausgebucht. So sind wir dann im Resort " Crystal Beach " gelandet. Ein Gluecksfall

fuer uns, denn das Resort macht einen sauberen, grosszuegigen Eindruck auf uns ( siehe auch den Punkt Hotelbeschreibungen ). Der Strand mit

feinem weissen  Sand bedeckt und das Wasser glasklar und mit etlichen schattigen Plaetzen. Fast genau so schoen wie auf Boracay, nur das

der laute Tourismus und die Massen aus Korea, Taiwan und Japan hier noch keinen Einzug gefunden hatte. Die Entwicklung deutet aber darauf

hin, dass auch hier aehnliche Verhaeltnisse wie auf Boracay ueber kurz oder lang entstehen werden. Die Badefreuden wurden allerdings etwas

eingeschraenkt, denn schon nach wenigen Metern beginnt das Seegras. Etwa 100m vom Strand entfernt war dann das Korallenriff. Am Strand

entlang hatte sich schon eine fortgeschrittene touristische Infrastruktur entwickelt. Es ist alles reichlich vorhanden, Restaurants, Resorts, Shops, Internet, Bootsverleihe, Tauchschulen usw. usw. Aber fast alles liegt etwas vom Strand weg im angrenzenden Palmenhain, so dass der Strand, der ja sehr weitlaeufig ist, immer noch zum verweilen einlaedt. Was vor allem angenehm auffiel, die ruhige und freundliche Atmosphäre am gesamten Beach. Natuerlich wollte man verkaufen, denn schliesslich lebte man ja davon, aber nie gab es unfreundliche Blicke, wenn Angebote abgelehnt wurden. " may be tomorrow " waren i. d. R. die Antworten der Anbieter, und fast immer mit einem Laecheln. Hier haben wir uns richtig wohl gefuehlt, obwohl wir immer noch dachten, den Beach unserer Traeume haben wir noch immer nicht gefunden.

Wahrscheinlich muessen wir uns doch mal nach Bora Bora in der Suedsee aufmachen.

Dabei wissen wir nicht einmal genau was wir als " Traum – Beach / Insel " suchen. Boracay war 1990 unsere erste tolle Insel in den

Tropen. Damals noch mit Bambushuetten, und dem Flair eine Abenteuerinsel zu sein. Wir haben uns in die Situation verliebt und alle anderen

wunderschoenen Inseln mit diesem Gefuehl betrachtet. Logisch, dass die anderen Inseln schlechter abschnitten, Ko Tao, Ko Phi Phi, Ko Lanta,

Ko Sameth, Phuket, Langkawi, usw. alles Trauminseln, die wir genossen haben, aber Boracay war nun mal unser Traum. Und Alona Beach

erschien uns " Boracay von damals " sehr aehnlich.  

Das Essen, vor allem der frische Fisch, war in den vielen kleinen Restaurants fast immer sehr gut. Und das Angebot reichte von der

italienischen Pizza bis zum Adobo, dem philippinischen Nationalgericht ( in Kokosmilch geduenstetes Fleisch mit Reis ).

Schnorcheln konnte man vom Strand aus, musste aber doch fast 100m raus schwimmen um am Korallenriff die Schoenheit der Unterwasserwelt

bewundern zu koennen. Bessere Moeglichkeit zu Schnorcheln bietet die kleine, vor gelagerte Insel Balicasag, die mit einem Pampboot in

ca. 40 Minuten erreicht werden konnte. Das war direkt am Abriss des Riffs. Hier war alles an Fischen vertreten, die ein Korallenriff zu

bieten hat. Bunte vielfaeltige Korallen, vom Barrakuda bis zum roten Snapper,  kleine Seeschlangen bis zum Riffhai, alles konnte man beim

Schnorcheln bewundern.  Das Boot wartete natuerlich auf uns. Es kostete fuer den Halbtagestrip etwa 15€, ein lohnenswerter Ausflug. Das

Boot durfte keinen Anker werfen, sondern musste an den vorhandenen Bojen festmachen. Also denkt man auch hier schon ueber die Erhaltung

der Riffs, und damit die wichtigste Einnahmequelle,  den Tourismus, intensiv nach. Vor ein paar Jahren wurde hier noch mit Dynamit gefischt

und die Spuren sind noch immer deutlich zu sehen. Aber allmaehlich erholt sich das Riff. Fischbestand und Korallen wachsen langsam nach.

Wir haben hier auch einige male getaucht, waren aber nur auf ca. 18m Tiefe. Moeglicherweise lag es am Guide, oder an den Tauchrevieren.

wir haben beim Schnorcheln mehr und groessere Fische gesehen als beim Tauchen. Auch waren die Korallen nicht so toll. Etwas

enttaeuschend. Kann aber auch an uns gelegen haben, da wir noch unsere Tauchgaenge von Kho PhiPhi und Kota Baru in sehr guter Erinnerung

haben. Wie wir hoerten, sollten die besten Tauchreviere ohnehin auf der kleinen Insel Cabilao liegen ( siehe auch den Abschnitt " Cabilao ".

Wir haben hier fuer uns ein Paradies mit kleinen Fehlern gefunden und koennen diesen Strand nur empfehlen. Fuer Kids in jedem Alter

geeignet, leider ist es ein sehr weiter Anreiseweg. Es gibt moeglicherweise  Direktfluege von Manila nach Tagbilaran, wissen wir aber nicht so

genau.

Von April bis Juni soll es auch moeglich sein, vorbei ziehende Wale zu beobachten.

 

Die Chocolate Hills

 

Wer auf Bohol ist, versaeumt natuerlich etwas, wenn die Insel nicht naeher erkundet wird. Zu den herausragenden touristischen Attraktionen

zaehlen ohne Zweifel die Chocolate Hills. Wir hatten eine Tagestour fuer ca. 35€, Minibus mit Fahrer, gebucht. Der Fahrer war puenktlich

um 8Uhr im Resort und unser erster Stopp war die grosse Bronzeplastik bei Bool, knapp 3km oestlich von Tagbilaran. Diese Plastik erinnert

an den " Blood Compact " zwischen den Einheimischen ( Fuerst Sikatuna ) und den Spaniern ( Lopez de Legaspi ) um 1565.

Die Freundschaft wurde durch eine " Blutsbruederschaft " besiegelt. Legaspi eroberte spaeter die gesamten Philippinen.

Imponierend die maechtige Kirche von Baclayon, die fuer die Ewigkeit gebaut erscheint. Der massive Turm war zum Schutz vor Piraten

gebaut worden. Im Inneren der Kirche koennen Holzschnitzereien ( Kanzel ) und alte Oelgemaelde an den Kirchenwaenden bewundert

werden. Es ist eine der aeltesten Kirchen der Philippinen. Angeschlossen ist ein kleines Museum, wenn man schon da ist, kannn es auch

besucht werden.

Und dann war da noch der spanische Wachtturm aus dem 16. Jahrhundert. Der fuer die Warnung vor Piraten gedacht war.

Von hier aus hat man eine gute Aussicht auf andere Inseln der Visayas

Weiter geht es zum Loboc – River, auf dem eine romantische Bootsfahrt durch die Bambuswaelder angeboten wird. Ausserdem ist hier

ein kleiner Zoo angelegt worden, in dem die weltweit einzigartigen Tarsier Affen beobachtet werden koennen. Der kleinste Affe der

Primaten – Familie ist ein Nachtjaeger. In Freiheit so gut wie ueberhaupt nicht zu sehen, hat man den Tieren hier eine grosszuegige Anlage

gebaut, in der tagsueber die Tiere angeschaut werden koennen. Die uebergrossen Augen koennen auch waehrend des Schlafens nicht

geschlossen werden. Einfach beeindruckend, auch wenn man sich wuenscht, dass die Tiere frei waeren. Doch uns erschien das Gehege so

gross, das die Tiere ihre natuerliche Lebensweise beibehalten koennen ( so jedenfalls unsere Hoffnung ). Ein Besuch lohnt sich.

Und dann zu den Chocolate Hills.

Zuerst sieht man sie troepfchenweise, und dann steht man ploetzlich mitten drin. Ueber 1000, bis zu 40m hohe Huegel vor uns. Von gruen

bis zum schokoladenbraun in einer weiten Landschaft verstreut, bieten die mysterioesen Huegel einen faszinierenden Anblick. Es wurde

inzwischen eine geschickt angelegte Aussichtsplattform geschaffen, von der man einen phantastischer Ausblick ueber die Landschaft mit

den  Chocolate Hills hat. Die Entstehung kann jeder fuer sich selbst festlegen, auf der einen Seite gibt es 2 romantische Legenden, auf

der anderen Seite gibt es 2 geologische Erklaerungen. Fest zu halten bleibt, es ist ein ueberwaeltigender Anblick. Eine kleine Rundfahrt

laesst sich leicht vor Ort organisieren. Doch den besten Ueberblick hat man von dem " VIEWPOINT " aus.

Wir hatten ja den Trip privat organisiert und so baten wir unseren Fahrer an kleinen Werkstaetten, Schmieden, Keramik, kleinere

Maerkte o.ae. zu halten. Wir haben so tolle Einblicke in einige Handwerksbetriebe und das Treiben der Menschen gewinnen koennen.

In der Fotoshow haben wir versucht, ein paar Eindruecke von einem " LOCAL - MARKET " festzuhalten. Wir wollten dem Betrachter aber
auf keinen Fall den Appetitt verderben.

Vieles haben wir gesehen, doch mit Sicherheit nicht alles von Bohol. Dennoch wollten wir weiter zur Taucherinsel Cabilao.

 

Cabilao Island

 

Tauchen stand nicht an erster Stelle. Wir wollten die viel gelobte  Insel einfach nur kennen lernen. Vom Alona Beach aus hatten wir eine

Tour gebucht, die uns, mit einigen Unterbrechungen an interessanten Stellen, nach Moc Poc bringen sollte. Von hier ging es dann mit einem

Pampasboot rueber nach Cabilao. Der erste Eindruck war ganz toll. Ein Super – Resort, unter deutsch – philippinischer Leitung, alles clean

und bestens in Ordnung. Der Empfang fast wie auf Hawai, mit Blumengebinde um den Hals. Henry, aus Dresden stammend, hatte immer etwas

zu jammern, war aber trotzdem ein angenehmer Zeitgenosse. Er leitet die Tauchschule und das Resort. Seine philippinische Frau managt

das Uebrige. Absolut empfehlenswert, alle sind freundlich und und hilfsbereit und das Essen ist sehr gut.

Zum tauchen sind wir nicht gekommen. Wir waren einmal schnorcheln, haben aber nach etwa 1 Stunde abgebrochen, da uns die Stroemung zu

stark wurde. Dennoch, ein ganz tolles Riff. Besser als am Alona Beach. Henry meinte, hier ist die beste Tauchbasis der gesamten Visayas.

Wir haben dann noch eine Motorrad–Rundfahrt ueber die Insel gemacht. Dabei haben wieder viele freundliche Menschen getroffen, angenehmes

erlebt und konnten sogar im Internet unsere Mails nachlesen. Denn in der Insel – Highschool gab es Strom vom eigenen Generator getrieben

und die gesamte Anlage wird von Deutschland gesponsert.

Ansonsten sind Wasser und Strom auf der Insel rare Gueter. So hatten wir 2 Tage keinen Strom ( nur etwas von Henrys Notaggregaten ),

da der Operator des Inselaggregates wohl das Geraet durch falsche Bedienung zu Schrott gefahren hatte. Henry meinte, das sei daas
3. Mal seit
Weihnachten, denn der ist nur besoffen.

Eine schoene Insel, ein tolles Resort, aber wirklich nur etwas fuer Taucher, und mit Abstrichen, fuer Schnorchler geeignet. Ein Badeaufenthalt
lohnt kaum, da es so gut wie keine schoenen Straende gibt und der Zugang zum Wasser sehr steinig ist, vor allem bei Ebbe.

Es ging weiter zur letzten geplanten Station in den Visayas, nach Cebu.

Wir wollten von dem Hafen Tubigon, im Norden von Bohol, mit der Faehre nach Cebu uebersetzen.

 

 

Insel Cebu

 

 

 

 

 

Von Cabilao zum Mainland zu kommen war kein Problem. Aber dort fanden wir keine Transportmoeglichkeit um nach Tubigon zu kommen.

Nur ein Bus stand dort, der aber nach Tagbilaran, also in die entgegen gesetzte Richtung, wollte. Das Taxi sollte 30€ kosten. So fragten

wir den Busfahrer, ob er nicht ueber Tubigon ( ca. 60km nach Norden ) nach Tagbilaran ( ganz im Sueden ) fahren wollte. Fuer 10€ stimmte

er zu. Denn die Fahrgaeste, unterwegs nach Tagbilaran warten eben etwas laenger.  Und er brachte uns mit seinem Bus zum richtigen Pier

zeigte uns den Weg und verabschiedete sich freundlich laechelnd von uns. Jetzt sammelte er seine Fahrgaeste auf und wir gingen auf unsere

Faehre. Diesmal kein " SuperCat oder OceanJet ", sondern eine normale Faehre. Aber auch diese war bequem, nicht ueberfuellt und sie fuhr

puenktlich ab.  Wir hatten uns Tickets fuer den AC – Bereich gekauft und es war wie immer zu kalt. Aber wir hatten inzwischen die notwendige

Kleidung dabei. Die Ueberfahrt dauerte etwas mehr als 2 Stunden. Da die See sehr ruhig war, insgesamt eine angenehme und interessante Fahrt.

 

Cebu City

 

Ein riesiger Hafen erwartete uns. Der groesste den wir bisher auf den Philippinen gesehen haben. Wir wollten zunaechst nach Cebu – City um

die Stadt etwas kennen zu lernen. Ein Taxi brachte uns zu unserem Hotel. Wir hatten ein Zimmer ohne Fenster, in Europa undenkbar, aber in

Asien normal. Das werden wir nie wieder machen. Wir blieben trotzdem 2 Naechte, denn insgesamt war das Hotel o. k.

Die Stadt hat einige Highlights zu bieten.

Der wunderschoene chinesische TAO - Temple im oberen Stadtteil. Zusaetzlich ein herrlicher Ausblick auf Cebu – City und auf die See.

Dann war der Tag auch schon vorbei, in einem China – Restaurant sehr gut gegessen, und dann war es so dunkel, so dass das fensterlose Zimmer

auch nicht mehr so dramatisch war ( und dank des  einheimischen Rums  schliefen wir auch recht gut ).

Am naechsten Morgen sind wir mit dem Jeepney zum groessten Markt in Cebu, dem  " Bogan – Market " gefahren. Ein unglaublich riesiger,

vielfaeltiger, einheimischer Markt. Hier ist alles zu kaufen,  auch was es nicht gibt, und nicht nur auf Touris ausgerichtet. Das Spiegelbild der

Gesellschaft eines Landes sind die einheimischen Maerkte, Strukturen und Standesunterschiede sind meistens deutlich erkennbar. Koennen die

einen nur das Notwendigste kaufen, lassen andere ihre gekauften Waren von Bediensteten nach Hause schleppen. Die Armut ist oft unuebersehbar.

 Der Markt ist so riesig, dass wir fast den ganzen Vormittag dort verbracht haben. Erstaunlich war die relative Sauberkeit des Marktes. Und wir

hatten viele nette Begebenheiten mit den Menschen auf dem Markt.

Das sind die angebotenen Highligths von Cebu City:

 

                                   - Fort San Pedro mit dem Nationalmuseum und einer gepflegten Gartenanlage

                                   - die aelteste Kirche des Landes " Basilica Minore del Santo Nino "

                        - in einem kleinen Pavillion ein grosses Kreuz in dem die Reste des Originalkreuzes, das Magellan 1521 hier errichten liess, enthalten

                                     sein sollen.

                                   - dazu noch etliche Kirchen und Museen die man anschauen kann ( oder nicht )

                       

Ist schon eine interessante Stadt, uns reichte aber der 2 taegige Aufenthalt. Wir wollten uns noch die vorgelagerte Insel Mactalan anschauen.

 

 

Insel Mactan

 

Die Insel ist durch die ueber 860m lange Mactan-Bridge mit Cebu City verbunden. Auf der Insel sind der International Airport und dazu

noch etliche Industriebetriebe angesiedelt.

Recht gute Straende sind der Marigondon - und der Maribago – Beach. Hier sind etliche Luxus – Resorts angesiedelt. Preiswerte Unterkuenfte

sind aber kaum zu finden, da die Touristenstroemme ueberwiegend aus Japan, Suedkorea und Taiwan stammen. Die gesamte Infrastruktur

ist auf diese Gruppen ausgerichtet. Denn bekanntlich zahlen die Reisenden aus diesen Laendern fast jeden Preis. Daher kam uns hier fast

alles ueberteuert vor.

Die Straende sind in den Morgenstunden, wenn der Wind vom Meer kommt, sehr stark mit Seetang bedeckt. Man ist aber bemueht, die

Straende regelmaessig zu saeubern. Wir fanden, schnorcheln lohnt kaum. Durch die jahrelange Dynamitfischerei haben die Korallenriffe doch

arg gelitten. Zum Tauchen koennen wir nichts sagen, sahen aber, dass morgens viele Tauchboote zun den Tauchgruenden hinausfuhren.

Uns hat die Insel ueberhaupt nicht gefallen und koennen sie deshalb nicht empfehlen.

Nur wenig fotografierten wir auf Cebu. Da es uns hier nicht sonderlich gut gefallen hat, kam einfach keine richtige Stimmung dafuer auf. Vor

allem von Mactan waren wir sehr enttaeuscht.

 

Das war unsere letzte Station auf den Visayas. Aber ein Highlight wartete noch auf uns. Wir hatten von CebuCity aus eine 4taegige Fahrt

zu den Reisterassen von Banaue gebucht. Und darauf freuten wir uns sehr.

Jetzt ging es per Flieger zunaechst zurueck nach Manila.