Kambodscha 2001      ( zur Homepage )

                                                                  ein

          Reisebericht von Lilo und Wolfgang Geiger

Die Reiseetappen:

 

        1 = Phnom Penh                

2 = Rattanakiri ( Ban Lung )

      3 = Siem Reap ( Angkor Wat )

      4 = Sihanoukville

 

Hinweis:      Waehrend unserer Reise durch Indochina 2003 waren wir erneut in Kambodscha. Und diesmal haben

wir die Mekongtour nachgeholt, aber in umgekehrter Richtung. Also von Phnom Penh  nach Stung Trenk .

Siehe dazu auch unseren Reisebericht

                          

                " Indochina / Mekong 2003 "

. Vorbereitung – Planung

 

Im September 2000 begannen wir mit den Vorbereitungen unserer 6wöchigen Reise, die für Ende Dezember/Anfang Januar 2001 geplant war

und in Richtung Südost-Asien gehen sollte. Wir informierten uns über die politische Stabilität in den Ländern, die für

uns in Frage kamen. Und dazu zählte auch Kambodscha , ein Land, das schon lange auf unserer Wunschliste stand, aber wegen der Kriege und

den politischen Unruhe immer wieder gestrichen werden musste.

Vor allem Angkor Wat, aber auch die vielen erfreulich positiven Berichte in den Reiseführern und aus dem Internet

haben uns so neugierig gemacht, so dass Kambodscha Hauptziel unserer Reise werden sollte.

Zudem wurden in den Berichten immer wieder darauf hingewiesen, dass Kambodscha inzwischen ein sicheres Reiseland geworden ist.

Und vom Auswärtige Amt in Berlin gibt es ebenfalls keine Sicherheitsbedenken mehr, die über das übliche Maß für

diese Region hinausgehen. Einschränkungen beim Reisen im Lande beziehen sich nur noch auf die Warnung vor den Landminen. Und die sollte

ernst genommen werden.

Denn die vielen verkrüppelten Menschen in Kambodscha sind ein warnendes Beispiel.  

 

Nach Abschluss der Vorbereitungen beschäftigten wir uns mit der Planung der Reiseroute.

Bedingt durch maximale Aufenthaltsdauer von 4 Wochen ( aber verlaengerbar ) und die z. T. mehr als katastrophalen Straßenverhaeltnisse

mussten wir allerdings von vorneherein einige der interessanten Routen streichen

Bei der Planung dienten diese Reiseführer als Basis:

 

Lonely Planet von Nick Ray           ( der neuere daher zum Teil aktueller )

Reise Know How von A. Neuhauser  ( der bessere, da mehr Infos, Details und Tipps )

 

Dazu alle möglichen Reiseberichte und Infos aus dem Internet.

 

Wir hofften, den folgenden Reiseverlauf realisieren zu können:

 

            - Flug nach Phnom Penh mit 2 – 3 Tage Aufenthalt 

            - Flug nach Rattanakiri / Ban Lung

            - danach Mekong – Fahrt von Stung Treng über Kratie, Kampong Cham nach Phnom Penh

            - Angkor Wat

            - Sihanoukville am Golf von Siam                                            

            - Ausreise nach Thailand über See/Land nach Trat

            - in Thailand nach Chiang Mai zum Trekking/Shopping

            - dann 1 Woche Strand in Südthailand

 

Vorab:

 

Im Wesentlichen passte die Planung. Nur den Punkt Mekongfahrt mussten wir leider streichen, da wir von Ban Lung aus nur mit großen

Schwierigkeiten Stung Treng erreichen konnten. Entweder mit dem Bus/LKW 8 – 12 Stunden über unglaublich schlechte Straßen ( das hätte kein

Rücken ausgehalten ) oder wir hätten 4 Tage in Ban Lung auf den nächsten Flug nach Stung Treng warten müssen.

Unter diesen Umständen haben wir diesen Punkt in Ban Lung aus unserem Programm gestrichen. ( Siehe den Hinweis am Anfang des Berichtes )

. Flug buchen

 

Von September 2000 an versuchten wir einen Flug nach Phnom Penh in der geplanten Zeit über das Internet zu buchen. Gleichgültig bei

welcher Agentur wir anfragten, die preiswerten Flüge waren angeblich alle ausgebucht. Nur Flüge  über 2.000,- DM wurden angeboten und

das war entschieden zu teuer.

Also nach der bewährten Methode – direkt über ein Reisebüro den Flug buchen. Wir haben von verschiedenen Reisebueros Angebote eingeholt. Gebucht werden sollte, Hinflug bis Phnom Penh, der Rückflug von dann von Bangkok aus.

Das beste und flexibelste Reisebüro war eindeutig ASIA WINGS Bad Homburg.

Die Abwicklung klappte hervorragend. Ein Lob für ASIA WINGS.

Wir entschieden uns für den Flug mit der EVA-AIR ( die Taiwan Airline ) von Amsterdam aus. Der Flug kostete einschließlich Bahn – Ticket

1.480,- DM plus Reiserücktrittsversicherung. Der Nachteil für uns, der Abflug war ab Amsterdam und das ist  ungünstiger als Frankfurt,

da die Anreise nach Amsterdam von unserem Heimatort Lippstadt aus länger und aufwendiger ist.

. Geld/Sonstiges/Abreise

 

An Geld nahmen wir US$ bar Traveller Schecks und DM für Thailand mit.

 

In allen Berichten über Kambodscha wird auf die unzureichende medizinische Versorgung hingewiesen. Wir nahmen deshalb vorsorglich über

das übliche Maß hinaus Medizin für Magen-Darm, Schmerzmittel, Salben für Verstauchungen - Gelenk-Muskel, Kreislauf u.v.m. mit. Wir

brauchten erfreulicherweise keine der medizinischen Einrichtungen in Kambodscha in Anspruch zu nehmen. Die gängigen Medikamente kann

man allerdings auch problemlos in den größeren Städten in den Apotheken kaufen und das preisgünstiger als in Europa. Bestimmte spezielle

Medikamente,  z.B.  Lariam , gibt es allerdings nicht. 

Um in Phnom Penh ohne Probleme vom Flughafen zum Hotel zu kommen, hatten wir von Deutschland aus im Hotel Indochine telefonisch ein

Zimmer reservieren lassen und darum gebeten, vom Flughafen abgeholt zu werden. Das erspart erfahrungsgemäß eine Menge Stress bei der Ankunft.

Da man ja ohnehin durch den langen Flug schon genervt ist, gehen die unausweichlichen Verhandlungen mit den Taxifahrern oft bis an die Grenzen

der Geduld. Das Hotel wurde übrigens in beiden Reiseführern als empfehlenswert eingestuft und kostete pro Nacht im DZ 17 US$.

Abfahrt dann am 29.12.2001 gegen 4Uhr morgens. Das erste " Teilstück " musste mit dem Auto zurück- gelegt werden ( 75km ). Von Dortmund

ging es dann über Oberhausen ( umsteigen ) mit dem Zug  nach Amsterdam.  Pünktlich gegen 10Uhr Ankunft am Flughafen Schiphol. Beim

Check-in bekamen wir fast einen Schock. Vor uns war eine 4koepfige Familie deren Gepäck ca. 15 Kilo Übergewicht hatte. Dafür sollten 

1.500 Gulden  nachbezahlt werden. Das konnten wir einfach nicht glauben, aber die Betroffenen bestätigten die Forderung. Das hatten wir

noch bei keiner asiatischen Airline erlebt. Das Problem wurde dadurch gelöst, dass die Familie ein schweres Gepäckstück als Bordgepäck

mitnahm. Für uns kein Pluspunkt für die EVA- Airline. Unser Gepäck überschritt das Gewichtslimit nicht, aber wir dachten an den  Rückflug,

da wir ja immer reichlich Souveniers für unsere Familie und Freunde aus Asien mitbringen.

Die Wartezeit bis zum Abflug ( 2,5 Stunden )  wie immer langweilig. Dann war Boarding-Time. Der Flieger war nicht voll, doch davon hat das

Internet auch nichts mitbekommen. Denn wir hatten noch am Vortag im Internet einen freien Platz nach Phnom Penh gesucht, aber kein akzeptables

Angebot erhalten.

Zur EVA- Airline, unser Eindruck während des Fluges war, die Sitze sind enger und mit weniger Beinfreiheit ausgestattet als bei den anderen

Airlines (Thai, Singapore, Garuda usw. ) mit denen wir bisher geflogen sind. Der Ablauf an Board entsprach auch nicht ganz unseren Vorstellungen.

Wir kennen es so, dass während des Fluges 2 Filme gezeigt werden, dazwischen Abendessen serviert wird, und dann eine Ruhe- pause ( ohne Licht )

von mindestens 5 – 6 Stunden gewährt wird. Auf diesem Flug wurden 3 Filme gezeigt, so dass eine längere Ruhephase

leider nicht gegeben war. Über den Service konnte man sich allerdings  nicht beklagen. Sicher in Bangkok gelandet. Der Weiterflug nach Phnom Penh

 war mit der Bangkok Airways.

Die Maschine startete pünktlich und nach etwas mehr als einer Stunde landeten wir in Kambodscha.

. Phnom Penh

 

Eine sichere Landung und ein relativ kleiner Flughafen. Wie in den Reiseführern beschrieben, eine völlig problemlose Erteilung des Tourist –

Visums am Flughafen. Nach dem " Check-out  " waren wir gespannt, ob unser Hotel einen Wagen geschickt hatte. Erfreulicherweise hat das

Hotel seine Zusage eingehalten und ein Taxi stand für uns bereit.

Das Hotel entsprach den Erwartungen. Große Zimmer mit AC und TV. Sehr sauber und mit freundlichem Personal. Es liegt in der Touri-Meile

und man hat einen wunderschönen Ausblick auf den Zusammenfluss vom Tonle-Sap und Mekong. Wie gesagt, es ist die Traveller-Gegend. Will heißen,

Hotels, Restaurants, Reisebüros usw., halt alles was ein Traveller  braucht, reichlich vorhanden.

Nach der Ankunft im Hotel erst einmal etwas entspannen und sich allmählich auf die ja so ganz " andere Welt " einstellen.

Danach dann der erste Ausflug zum Tempel Wat Phnom, der dieser Stadt den Namen gab ( mehr Infos siehe Reiseführer ). Es war schön, allmählich das Gefühl zu bekommen, " wir reisen wieder ".

Dennoch, unsere ersten Erfahrungen mit den Motorradtaxis waren schon stressig. Denn der Verkehr in Phnom Penh hatte absolut keine

erkennbaren Regeln, wie wir Westler es gewohnt sind. Selbst Bangkok oder Medan wirken dagegen immer noch geordnet.

. Der Straßenverkehr:

 

- Rechtsverkehr

- relativ wenige Autos, daher auch kaum Taxis

- dafür aber unzählige Motorräder zwischen 50 – 250 ccm

- keine Linienbusse

- der Transport wird fast ausschließlich  mit den Motorradtaxis abgewickelt, auf kürzeren Strecken

  auch noch mit dem Cyclo ( Fahrradrikscha ). Hin und wieder Taxis ( zum Flughafen )

- Verkehrsregeln- keine erkennbaren. Es wird nur auf den vorderen Verkehrsteilnehmer geachtet.

  Fast kein Fahrzeug besitzt Rückspiegel. Überholt wird rechts oder links, je nachdem wo gerade  

  eine  Lücke ist.

            - einfädeln in den Verkehr: einfach reinfahren, die Nachfolgenden werden schon auseichen

            - Spur wechseln: evtl. Handzeichen, ansonsten rüberfahren

- Überqueren der Straße für Fußgänger: zügig gehen, die Fahrzeuge weichen schon aus.

  Stehen bleiben und auf eine Lücke warten, verwirrt die anderen Teilnehmer, da sie nicht

  erkennen können, wie der Fußgänger zu umfahren ist. Also nichts für schwache Nerven

  und für uns sehr gewöhnungsbedürftig.

 

Insgesamt wird aber relativ langsam gefahren, deshalb passiert auch kaum etwas. Wir haben in der ganzen Zeit in Kambodscha nur einen leichten Verkehrsunfall gesehen.

 

. Umgang mit den Taxifahrern

 

Preise fürs Motorradtaxi unbedingt vorher aushandeln. Da die Fahrer kaum englisch sprechen ist es wichtig sich zu vergewissern, ob das Ziel auch wirklich verstanden wurde. Ein Stadtplan, oder besser noch der Name des Ziels auf Khmer können helfen, dem Fahrer das Ziel zu zeigen. Doch es ist uns passiert, dass Fahrer auch nicht lesen konnten. Nicht selten verlangen die Fahrer mehr als den ausgemachten Preis, weil sie sich verfahren haben. Unbedingt hart bleiben und nur den vereinbarten Preis zahlen. Es ist deshalb ratsam, immer kleine Scheine in US$ und Riel bereithalten. Bezahlt haben wir nach Möglichkeit in Riel , obwohl die Fahrer oft US$ verlangten. Sie haben in der Regel einen recht eigenwilligen Umrechnungskurs.

. Essen und Trinken

 

In den ersten Tagen haben wir fast immer in den " Touri-Restaurants " am Tonle Sap Fluss gegessen. Dabei sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Restaurants unerheblich. Lediglich im " Pink Elefant " hat es uns nicht geschmeckt. Kann aber möglich sein, dass wir etwas falsches bestellt hatten. Im dem Khmer Restaurant ( ein paar Meter vom Indochine Richtung Silberpagode ) hatten wir nicht den Mut das einheimische Essen zu bestellen, da wir nicht wussten wie wir es zubereiten sollten. Und die Bedienung sprach kein englisch. Wer auf Pizza oder andere europäische Küche nicht verzichten will, hat in Phnom Penh, Siem Reap und Sihnoukville keine Probleme das richtige Menu zu finden. Etwas schwieriger wird es dagegen in den abgelegeneren Provinzen. Das Frühstück ist im allgemeinen eher mäßig. Nur die französische Hinterlassenschaft, das Baguette, macht es einigermaßen erträglich. Oder man frühstückt nach Khmer Art. Aber Reis und Nudeln am Morgen sind jedoch nicht jedermanns Sache. Zu empfehlen sind die vegetarischen Gerichte, Chicken in jeder Form, Fisch und Meeresfrüchte ( vor allem an der Küste ). Andere Fleischsorten sind unserer Meinung nach in Asien  nicht empfehlenswert..   

Zum Thema Softgetränke und Bier, es gibt alles was wir gewohnt sind: Cola, Fanta, Soda usw. Und beim Bier kann zwischen vielen Sorten wie Lao Bier, Tiger Bier ( Vietnam ), Singha Bier ( Thailand ), und dem einheimischen Angkor Bier wählen. Dazu noch einige europäische Sorten. LAO-Beer ist das preiswerteste Bier. An einigen Plätzen wird auch " gezapftes Bier " angeboten. Natürlich entspricht das nicht dem deutschen " 7 Minuten " Pils, aber es ist halt frischer als aus der Flasche. Außerdem wird der Mekong Whisky ( Thai und Kambodscha ) angeboten, der recht verträglich ist, wenn nicht zu viel getrunken wird. 

. 31. Dezember 2000

 

Herrlich der Blick auf den Zusammenfluss von Tonle Sap und Mekong und auf das langsam er- wachende Leben am Morgen. Nach dem Frühstück suchten wir ein Internet Cafe auf. Hier ein Lob auf die Errungenschaft " Internet ". Wir haben überall in Kambodscha Internet Cafes vorgefunden ( Ausnahme Rattanakiri ), so dass wir uns das sehr teure Telefonieren ersparen konnten. Das Internet ist hier zwar relativ langsam, da der Hotmail-Server häufig überlastet ist. Eine Minute kostet zwischen 0,10 DM und 0,50 DM und es gibt fast überall Internet-Cafes die minutengenau abrechnen. Hier sollte man doch immer vergleichen. Uns kam es in erster Linie auf eine funktionierende Kommunikation mit unserer Familie an, und das klappte hervorragend. 

Für den 2. Januar buchten wir bei der Royal Kambodscha einen Flug nach BanLung. Da wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten wie die weitere Reise verlief, buchten wir nur den Hinflug für 55US$   ( Hin- und Rückflug sollte 105 US$ kosten ). Visa-Card wird von der Airline akzeptiert. Indochine ist eigentlich ein empfehlenswertes Hotel wegen der guten Lage, Sauberkeit und dem freundlichen Personal. Dennoch suchten wir eine familiäre Atmosphäre, da wir einige Nächte in Phnom Penh zu verbringen gedachten. Auf unseren Wegen durch Phnom Penh entdeckten wir das kleine Guesthouse " Phnom Penh Village ", das von einer sehr freundlichen Kambodschanerin geleitet wird. Es liegt in einer ruhigen Gegend und hat ein kleines gemütliches Restaurant. Ein Doppelzimmer mit AC kostet 10 US$. Da uns die familiäre Atmosphäre sehr zusagte, haben wir dann dort ein Zimmer für den nächsten Tag reserviert. Später haben  wir die Abendstimmung an der Uferpromenade genossen und ein gezapftes Bier in einem kleinen Restaurant für 1 US$ getrunken. Die kleinen Restaurants auf der Uferpromenade gehören einem  Belgier und seiner kambodschanische Frau hat. Er hat sehr viele Informationen über Kambodscha und er kannte auch Dr. Richner ein Kinderarzt aus der Schweiz. Später mehr zu Dr. Richner.

Sehr ausführlich ( und etwas verbittert ) hat er über die doch sehr lästigen Bettler geredet. Aufgrund seiner Erfahrungen empfahl er uns, den Bettlern kein Geld zu geben. Nahrungsmittel wären noch angebracht, aber die würden die Bettler sowieso nicht annehmen. Und leider gibt es eine Menge Bettler, meist verkrüppelte Männer ( fehlende Gliedmaßen, also vermutlich durch Minen geschädigt ), aber auch Kinder und alte Frauen, in Kambodscha. Vor allem an den großen Märkten wird man ständig von ihnen belästigt, so dass die Freude eines Einkaufsbummel dadurch doch etwas getrübt wird. Nur in Indien haben wir es noch schlimmer erlebt. Aber allzu sehr sollte man sich dadurch die Laune nicht verderben lassen.

Ein ruhiger Jahreswechsel von dem nicht allzu viel zu spüren war.

. 1. Januar 2001

 

Morgens umgezogen in unsere neue Unterkunft. Wir wurden freudig begrüßt, doch leider waren alle Zimmer belegt. Kein Problem, meinte die

Chefin und stellte uns in ihrem Privathaus, direkt neben dem Guesthouse, ein schönes Zimmer mit eigenem Badezimmer und AC zur Verfügung.

Sie ließ sogar das etwas schmale Doppelbett gegen 2 große Einzelbetten austauschen.  Das Personal ist aufmerksam und sehr freundlich in einer

angenehmen familiären Atmosphäre in der wir uns sehr wohl fühlten. Unser Gepäck hatten wir für den Trip nach Rattanakiri so vorbereitet,

dass wir neben unseren Tagesrucksäcken nur noch 1 Gepäckstück mitnehmen mussten. Das macht das Reisen ja doch wesentlich angenehmer.

Am Nachmittag hatten wir die Silberpagode eingeplant. Der mit Abstand schönste und interessanteste Tempel in Phnom Penh. Wir haben uns sehr viel Zeit genommen die Schönheiten und die angenehme Atmosphäre dieser Anlage zu genießen. In den Reiseführern wird der Tempel sehr gut beschrieben, so dass man ohne Guide auskommt.

. 2. Januar 2001

 

Dann war Reisetag. Alle nicht benötigten Papiere und Gelder im Guesthouse deponiert. Nach dem Frühstück mit dem Taxi zum Fughafen –

Domestic Terminal. Der Flieger hatte Verspätung, aber das war  ohne Bedeutung. Die Maschine  war eine alte russische Propellermaschine, die

auf uns keinen vertrauenswürdigen Eindruck machte. Es wurden Unmengen Gepäck, Waren, Getränke,  Lebensmittel in den Flieger geladen.

Jeder freie Platz, auch  im Passagierraum, wurde voll gepackt. Die Maschine startete und wir waren schon etwas verkrampft. Aber der Flug

war ruhig und die Maschine flog gleichmäßig in Richtung Rattanakiri. Bei der Landung dann doch etwas Panik . Normalerweise sieht man aus dem

Fenster Teile der Landebahn. Wir sahen jedoch nur " Rote Asche ". Da muss doch gleich die Landebahn kommen, dachten wir. Doch das was

wir sahen, war die Landebahn. Jetzt nur kein Schlagloch oder ein Monsunschauer. Es ging alles gut und erleichtert gingen wir von Bord. Das

Flughafengebäude war eine kleine Holzhütte in der einige uniformierte Beamte mit wichtigen Mienen herumliefen. Unser Gepäck war schnell

genommen.  In den Reiseführern hatten wir schon von Madam Kim gelesen, die versucht alle ankommenden Traveller " einzufangen ". Wir hatten in den Reiseführern jedoch keine bessere Alternative gefunden, also ließen wir uns  " schleppen ". Mit uns war noch ein japanisches Pärchen  und

ein Engländer  angekommen, die ähnlich wie wir dachten. So wurden wir ins Mountain II Guesthouse gebracht. Zwar sind Dusche und Toilette außerhalb auf dem Flur, aber das gesamte Haus macht einen absolut sauberen Eindruck. Die Zimmer sind sehr groß und die Betten

( 2 Einzelbetten ) zwar etwas hart, doch damit konnte man leben. Und das für 5 US$.

Nachdem wir uns eingerichtet und geduscht hatten, bot uns Mrs. Kim einen ersten Trip an, der aus

 

            - Elefanten reiten

            - schöner Wasserfall

            - Minderheiten Bergdorf

            - schöner Badesee ( wird auch von den Reiseführern gelobt )

 

bestand.

Der Transport ( PKW ) sollte 20 US$ kosten. Für 5 Personen eigentlich nicht zu teuer. Das " Elefanten reiten " fiel aus, da die Dickhäuter anderweitig beschäftigt waren. Unser Japaner  waren enttäuscht, denn das war deren Traum. Wir hatten schon häufiger auf Elefanten gesessen und wussten, das ist etwas, was nicht nur Vergnügen bereitet. Die beiden sind dann an einem der nächsten Tage nochmals in das Elefantendorf gefahren und haben tatsächlich noch ihren " Ritt " hinbekommen. Die restlichen Punkte wie versprochen ansprechend und erfüllten unsere Erwartungen. Der See ein wunderschöner Platz zum relaxen und gut zum baden geeignet, da das Wasser glasklar ist.

Beeindruckend der Dschungel, so intakt und schön haben wir ihn eigentlich nur noch auf Sumatra in Bukit Lawang erlebt.  Auch das Hilltribe Dorf ist sehenswert. Also alles in allem ein Trip der sich lohnt, wenn die Fahrtkosten geteilt werden können.           

. Zu Ban Lung

 

Eine weit auseinander gezogene Stadt mit breiten Straßen aus roter Asche ( wie unsere Landebahn ). Auch hier das Hauptverkehrsmittel das Motorrad. Viel aufgewirbelter Staub der abends dadurch bekämpft wird, dass ein großer Wasserwagen die Straßen sprengte. Half aber immer nur kurz. Es fehlte nicht an Versuchen, die Straßen zu befestigen. Die Straßenarbeiter/innen teilten sich in Kolonnen auf. Die eine produzierte Pflastersteine indem die Arbeiter/innen mit einem Hammer die aus Felsen gesprengten Steinbrocken zu zertrümmern versuchten. Die nächsten transportierten die zertrümmerten  Steine in Bambuskörbe zu nächsten Kolonne. Diese versuchten dann die Steine in die Straße, zu einer möglichst ebenen Fläche, einzusetzen. Mit Hilfe einer Straßenwalze sollte das Ergebnis dann noch verbessert werden. Tatsächlich war das Ergebnis dann, diese Anfänge einer " befestigten Straße " wurden von allen Verkehrsteilnehmern umfahren, man nahm also lieber den Staub in Kauf als diese Holperstrecke zu benutzen. Es wird also noch lange roter Staub in der Abendluft von Ban Lung vorhanden sein.

Das Abendessen war eine angenehme Überraschung. Für uns 5 wurde so eine Art Raclette aufgebaut. Dünne Scheiben Fleisch ( Huhn, Schwein ) konnten wir selbst würzen und braten, dazu gab es fast das gesamte Spektrum einheimischer Gewürze, Reis, Salat und ausgezeichnet zubereitetes  landestypisches Gemüse. War mit Abstand das beste Essen was wir bisher in Kambodscha serviert bekommen haben. Danach noch einen schönen Abend auf der Terrasse des Guesthouses gehabt, " unser " Engländer war ein glänzender Mundharmonikaspieler der uns sehr kurzweilig unterhalten hat. Trotz hartem Bett war die Nacht recht erträglich. Ein Fan war nicht erforderlich, da das Klima zu dieser Zeit sehr angenehm ist. Auch tagsüber ist man mit einer leichten Jacke auf den Touren gut bedient.

. 3. Januar 2001

 

Für diesen Tag haben wir mit Mrs. Kim eine Tour zu mehreren Hilltribe Dörfern vereinbart. Der Wagen für den Transport kostete ( wieder für

uns 5 ) 25US$. Nach einigem verhandeln spendierte Madam für jeden von uns noch 1 Dose Lao Bier, die etwa 1,20 DM kostet.

Wir sprachen mit Mrs. Kim über unsere geplante Mekongtour, von der sie aber abriet ( Details am Anfang des Berichtes unter dem Stichwort Planung ). Deshalb baten wir sie für uns Rückflug nach Phnom Penh zu buchen.

. Zum Trekking

 

Informationen über mehrtägiges Trekking sind nur sehr zögerlich zu erhalten. Auch Erfahrungen anderer Trekker, die an derartigen Touren teilgenommen haben, gab es nicht. Auf Nachfrage wurden die Touren als sehr " schwierig durchzuführen " beschrieben. Keine Schlafmöglichkeiten ( nur Hängematten ), schwierige Versorgung mit Lebensmitteln und Wasser, kaum erfahrene Guides usw. Also gaben wir den Versuch auf. Wir hatten ja noch Nord-Thailand in der Planung.  Möglicherweise haben wir auch nicht mit den richtigen Leuten gesprochen.

Alle Touren lassen sich unserer Meinung nach nur mit Guides durchführen. Gute Karten gibt es kaum und Wegbeschreibungen, Hinweisschilder, Straßen- oder Ortsnamen fehlen fast völlig. Wird ein Hinweis gefunden, sind sie immer in Khmer geschrieben und das ist nun mal schwer zu lesen.

Wie schon angemerkt, mehrtägige Touren sind schwer zu organisieren. Es scheint der beste Weg zu sein, sich mit mehreren Travellern zusammen zu tun und Tagestouren zu unternehmen. Ein Jeep kosten 25 US$ pro Tag und bis zu 5 Personen finden immer Platz. 

. Unsere Tour

 

Insgesamt wurden auf dem Tagestrip 4 Dörfer der Minderheiten Lao und Kreung besucht. Außer unserer Gruppe waren in dieser Gegend keine weiteren Touren unterwegs. Es sind hoch interessante Dörfer, in denen deutlich noch nach den alten Traditionen gelebt wird. Hier noch mal ein Lob für

" Andreas Neuhauser ". Dank seiner ausführlichen Beschreibung der Traditionen in den Bergdörfern, ließen sich viele rituelle

Handlungen nachvollziehen und verstehen.

Besonders spannend war es in einem Dorf, in dem wir die Vorbereitungen für ein großes Fest miterleben konnten. Nachdem wir dem Dorfaeltesten

eine Gebühr ( in freiwilliger Höhe ) entrichtet hatten, durften wir uns frei bewegen und alles und jeden fotografieren. Und Fotomotive waren ohne

Ende vorhanden. Vom rituellen Schweineschlachten bis zum Reisschnaps brennen, einschließlich probieren desselbigen.

Auch diesmal wieder beeindruckend die faszinierende Dschungelwelt.

Das rituelle Schlachten fand unter dem heiligen Baum des Dorfes statt. Jedes Dorf hat einen heiligen Platz in dessen Mittelpunkt ein großes

Versammlungshaus steht. Daneben steht der heilige ( i. d. R. ein großer Bananenbaum ) Baum, der großzügig eingezäunt ist. Zu diesem Baum wird

zu allen Anlässen gebetet und im Gatter des Baumes werden die Tiere geschlachtet. Dabei werden rhythmisch große Gongs, die vor dem Gatter aufgehängt sind, geschlagen. Ein Schamane vollzieht religiöse Handlungen, die wir nicht verstanden haben, was aber auch nicht ganz so wichtig

schien. Die Menge der Schlachtungen und des gebrannten  Schnapses ließen auf ein großer Fest schließen. Welcher Art dieses Fest war konnten

wir leider nicht in Erfahrung bringen, da eine Verständigung nicht möglich war. Auch unser Fahrer konnte uns da nicht helfen. Eine wirklich eindrucksvolle Tour, die wir so schnell nicht vergessen werden.

Nach der Rückkehr sind wir noch zum Viewpoint in Ban Lung aufgestiegen. Auf halbem Wege ein leicht verfallenes Wat mit einem liegenden

Buddha. Darauf könnte man verzichten, dafür ist die sehr schöne Aussicht über Rattanakiri beeindruckend.

Zum Abendessen wieder Raclette, diesmal mit einheimischen Wild ( deer ) und Fisch. Wieder ganz hervorragend.

Mrs. Kim brachte uns unsere Tickets und wollte genau 55 US$ je Ticket haben, die wir ja auch schon für den Hinflug gezahlt haben. Also kein Extrazuschlag für ihre Bemühungen ( wie wir es anderswo schon oft erlebt haben ).

Auch wenn sich unsere Hoffnungen auf eine mehrtägige Tour nicht erfüllt haben, ist es für uns eine sehr empfehlenswerte, wenn auch nur

kurze Reise, in den Nordosten von Kambodscha gewesen.

Am nächsten Tag, gegen 12Uhr ging unsere Maschine zurück nach Phnom Penh.

 

. 4. Januar 2001

 

Der Morgenmarkt von Ban Lung ist ein bunter und vielfältiger Markt, der einen Besuch lohnt. Viele Frauen aus den Bergdörfern bieten Obst, Gemüse sowie Eigenprodukte aus den Bergdörfern an. Eine exotische Atmosphäre, auch wenn wir ihn nicht ganz so spektakulär fanden wie in

den Reiseführern beschrieben. Anschließend Frühstück bei Mrs. Kim und warten auf den Rückflug. Also, ganz so negativ wie in den Reiseführer beschrieben, fanden wir Mrs. Kim nicht.

Es hatte nicht geregnet und neue Schlaglöcher auf der Landebahn waren auch nicht zu entdecken. Das haben wir persönlich überprüft.  Kurz

vor Ankunft des Fliegers mussten schnell noch Kühe, Kinder und Mopedfahrer von der Landebahn verscheucht werden und dann kam sie, die

alte russische Propellermaschine. Nachdem wieder Unmengen von Gepäck ausgeladen waren, war sie dann bereit für den Rückflug. Nach etwas

unruhigem Flug sicher in Phnom Penh gelandet. Dann für 5 US$ mit dem Taxi zu unserem Guesthouse. Diesmal ein sehr schönes Zimmer mit AC,

allerdings direkt neben der Karaoke – Bühne bekommen. Die Vorführung sollte aber gegen 22Uhr beendet sein. Wir hofften es. Ein Bummel

durch Phnom Penh z.T. per Motorrad oder zu Fuß, es standen ja noch einige Wats auf dem Programm. In einem schönen Tempel ( die Namen

sind besser den Reiseführern zu entnehmen, ebenso die Lage und Beschreibungen ) lernten wir einen jungen Mönch kennen, der sehr viel über

Tempel, Buddhismus und seiner eigene Situation erzählte. Für uns ungewöhnlich war die Einladung in seine Unterkunft, zumal ja Lilo mit dabei

war. Aber das sah er ganz unbefangen, und schien anderen Mönchen gegenüber sogar stolz darauf zu sein, dass wir seiner Einladung folgten.

Eine saubere aber spartanische Unterkunft, wie wir es eigentlich nicht anders für einen Mönch erwartet haben. Er wollte uns schreiben und

so haben wir ihm etwas Geld für Porto und Brief gegeben. Er war sehr überrascht und glücklich über unsere " Spende ".

( Als wir zurückkamen, war tatsächlich schon der erste Brief von ihm angekommen ).

. 5. Januar 2001

Sehr touristisch aber mit einem vielfältigen Angebot der Zentralmarkt. Es gibt einfach alles, und man kann hier gut und preiswert, nach

entsprechendem Handeln, einkaufen. Wir haben uns beim Shopping zurückgehalten, da unsere Reise erst am Anfang war. Im nachhinein haben

wir unsere Zurückhaltung ein wenig bedauert, denn in Thailand ist doch vieles teurer.

Und dann kam der Tropenregen, der den ganzen Tag über anhielt.

Für diesen Tag war eigentlich nur das National Museum geeignet. So schafften wir es auch, in einer Regenpause, relativ trocken im Museum

anzukommen. Also recht interessant, aber unserer Meinung kein absolutes " MUSS ".

In unserem Guesthouse kauften wir die Bootstickets nach Siem Reap für den 6. Januar für 21 US$ . Offizieller Preis ist 25 US$. Aber

dieses " günstige " Angebot bekommt man in allen Hotels und Reisebüros in Phnom Penh. Die Chefin vom Guesthouse hat uns in Siem Reap ein

Zimmer für 15US$ im Hotel " Golden Angkor " reservieren lassen und ein Taxis für uns zur Anlegestelle des Bootes geordert.

. 6. Januar 2001

 

Nach dem Frühstück mit dem Motorradtaxi zur Bootsanlegestelle gefahren. Ein hilfreicher Guide ( völlig überflüssig, aber aufgezwungen durch

Madam ) führte uns zum " richtigen " Boot und zeigte uns unser Plätze. Er verstaute unser Gepäckstück und blieb solange, bis wir uns gesetzt hatten.

Auch hier wieder unglaublich viel Gepäck verstaut. Wir gaben dem Guide 1 US$ Trinkgeld und dann waren wir ihn los. Die Expressboote sind riesige

Boote mit z. T. sehr kühlen AC-Räumen. Das Kabinendach kann ebenfalls als Sitzgelegenheit benutzt werden ( hart und unbequem ). Zumindest für

den Blick auf die Fluss- und See- landschaft der bessere Platz. Fotografieren ist nicht ganz so gut, da das Boot seinem Namen Expressboot  gerecht

wird. Es schießt förmlich über den Tonle Sap und braucht für die ca. 320km knapp 5 Stunden. Der Wechsel vom Fluss

zum See Tonle Sap beeindruckend. Selbst in der Trockenzeit ist der See so riesig, dass beide Uferseiten vom Boot aus z.T. nicht mehr zu sehen sind.

Gegen 12Uhr30 in Siem Reap angekommen. Um an das Gepäck zu kommen muss man an der schmalen Bootsreling entlang zum hinteren Gepäckraum

gehen. Es ist ratsam, sich gut festzuhalten, da die Trittfläche auch noch rutschig ist. Eine junge Frau machte leider die Erfahrung

wie schnell man ausrutschen kann und fiel mit ihrem gesamten Gepäck, einschließlich Fotoausrüstung, in die trüben Fluten des Flusses. Schnelle Hilfe

 war da und ihr ist nichts passiert.

 

1. Tag in Siem Reap

 

Unser Taxi war da und der Fahrer entpuppte sich als gut englisch sprechender Guide der sich " anbot " in den nächsten Tagen für uns zu

sorgen, soll heißen Fahrzeug, Fahrer und Guide zur Verfügung zu stellen. Wir zögerten und wollten uns erst über die üblichen Preise

informieren. Das geplante Hotel war voll, aber es war für Ersatz gesorgt. Mit dem Zimmer waren wir sehr zufrieden, was uns nicht gefiel, kein Restaurant im Hotel oder in der Nähe, kein Tee mal zwischendurch, niemand der einigermaßen englisch sprach und so gut wie überhaupt keine Informationen über Siem Reap oder die Tempel. Deshalb zogen wir am 2. Tag in das nahe gelegene Guesthouse Chen La ( Nr. 260 ).

Saubere große Zimmer mit TV, ein kleines Restaurant mit einer sehr aktiven Chefin ( wieder mal eine Frau die das Sagen hatte ) die gut englisch

spricht, viele Informationen hat und ausgesprochen freundlich ist. Das DZ kostete 10 US$. Nach der Ankunft erkundigten wir uns nach den

Preisen, ließen uns von anderen Fahrern Angebote machen. Aber es war überall gleich, ein Wagen kostet pro Tag 20 US$.  Handeln war

nicht möglich. Unser Fahrer wirkte sehr freundlich und entgegenkommend, deshalb engagierten wir ihn für die Zeit in Siem Reap. Allerdings

die Entscheidung darüber wann und wie wir ihn benötigen wollten wir immer nur täglich treffen.  Ein Guide für die Tempel sollte ebenfalls

20 US$ pro Tag kosten. Die Guide für die Tempel sind unserer Meinung nach überflüssig, da reichen die Beschreibungen der beiden 

Reiseführer völlig aus.

Nur wer sehr detaillierte Informationen haben will, sollte auf einen Guide nicht verzichten. Nachmittags fuhren wir zum Checkpoint der

Tempelanlagen. Auf dem Weg dorthin sahen wir das Kinderkrankenhaus von Dr. Richner und ein grosses Plakat auf dem sein  Cellokonzert

angekündigt wurde, dass am heutigen Abend stattfinden sollte.

Zunächst die Regeln für das Angkor Wat Ticket:

 

            1 Tag kostet 20US$

        3 Tage kosten 40 US$

        1 Woche kostet 60 US$

 

Mit dem Erwerb des 3 Tage Tickets hat man am Vortag nach 16 Uhr freien Eintritt in die Tempelanlagen. Die Gültigkeit bezieht sich immer auf

die nachfolgenden Tage nach dem Ticketkauf. Hatten wir gedacht, wir könnten zwischen den Tempelexkursionen mal eine Tag zum Relaxen

einschieben, so sahen wir uns getäuscht. Wir entschieden uns für das 3 Tage Ticket und glauben, dass ist für den " normalen " Traveller auch ausreichend. Man schafft die wichtigsten Tempel leicht und ohne Stress. Doch das ist die gleiche Frage wie das Engagieren eines Guides für

die Tempel. Wenn die Zeit vorhanden ist und die Besichtigung der Tempel sehr intensiv erfolgt, reicht das möglicherweise nicht aus. Das muss

halt jeder für sich selbst entscheiden. Das Ticket wird mit einem Passfoto erstellt. Das Foto wird vor Ort aufgenommen und ist im Preis

enthalten. Inzwischen war es nach 16Uhr, so dass wir den 1. Tempel " in Angriff " nehmen konnten, und das sollte der  Tempel Angkor Wat

sein. Wir möchten darauf verzichten, auf die einzelnen Tempel ausführlich einzugehen. Die Reiseführer und diverse Publikationen haben die Tempel

so detailliert beschrieben, wie wir es nie könnten. Also darauf zurückgreifen.

Für uns war der Komplex einfach großartig wobei wir von den Tempeln

 

            Angkor Wat

        Bayon Tempel

        Ta Prohm

 

am meisten beeindruckt waren. Ob sich die Anreise ( 25km in fast 2Std ) zum Tempel Bantay Srei, mit seinen traumhaft schönen, dreidimensionalen

Steinmetz Arbeiten lohnt, kann  erst entscheiden werden, wenn man ihn gesehen hat. Es ist eine unglaublich schlechte Strecke ( siehe Straßenarbeiten

in Ban Lung ) und der Fahrer verlangt für sein Auto einen Aufpreis von 20 US$. Wir haben uns erkundigt, es ist wirklich üblich diesen Aufpreis zu

nehmen. Am Abend nach der Rückkehr zum Guesthouse waren wir der Meinung, es hat sich nicht gelohnt, zumal Rückenbeschwerden auftraten. Heute

sind wir froh, dass wir die Strapazen auf uns genommen haben.

Noch etwas, der ganze Tempelkomplex ist so riesig, dass man ohne Fahrzeug alle " wichtigen " Stätten nicht erreichen kann. Auch mit dem Fahrrad

oder Cyclo ist das kaum zu machen. Allerdings ist es inzwischen erlaubt ein Motorrad zu mieten ( ca. 6 –8 US$ pro Tag ) und selbst durch die

Tempelanlage zu fahren. ( Bis vor einem Jahr war es nicht erlaubt ohne Fahrer ein Motorrad zu mieten ). Gute Pläne existieren, so dass das

Auffinden der einzelnen Tempel kein Problem ist. Wir haben auch Traveller gesprochen welche die mörderische Fahrt nach Bantay Srei mit dem

Motorrad bewältigt haben. Doch man sollte schon ein geübter Fahrer sein. Wir glauben, dass das die preiswerteste Art ist die Tempel zu besichtigen.

Wir entschieden uns dennoch für das Auto. Da es z. T. sehr heiß war, konnten wir die Klimaanlage im Fahrzeug sehr genießen. Hier eine kleine

 Aufstellung wie viel uns Angkor Wat gekostet hat:

 

            3 ½  Tage  Auto            =          70 US$

            Zuschlag Bantay Srei   =            20 US$

            Eintritt 2 * 40                            80 US$

 

        Gesamt                       170 US$

 

Trotzdem, es hat sich gelohnt.

. Dr. Richner und das Beatocello Konzert

 

Im deutschen Fernsehen sahen wir vor unserer Abreise zufällig einen Bericht über Dr. Richner und seine Aktivitäten in Kambodscha. Seit Jahren

kümmert er sich um die kranken Kinder in diesem Land. In seinen, inzwischen 3,  Krankenhäusern ( 2 in Phnom Penh, 1 in Siem Reap ) behandelt er

alle kranken Kinder kostenlos. Er finanziert das alles durch Spenden und seine öffentlichen Konzerte. Die Welt Gesundheit Organisation ( WHO )

unterstützt dieses Projekt ebenfalls.

Spontan veranstalteten wir nach diesem Fernseh-Bericht auf dem Weihnachtsmarkt in Lippstadt eine Sammelaktion und wollten den gespendeten

Betrag Dr. Richner  persönlich übergeben.

Unsere Fahrer holte uns um 19Uhr ab und zu unserer Überraschung ging auch er mit ins Konzert. Und er war sehr angetan und erstaunt über die

Infos über sein Land.

Dr. Richner spielt mit Vorliebe Bach  und hat einige nette Eigenkompositionen. Etwa 1 Stunde lang bringt er engagiert durch Musik und Informationen

sein Anliegen dem Publikum nahe. Man erfährt viel über die Situation in Kambodscha, das Leiden der Menschen, insbesondere der Kinder, während

der Kriege. Dabei wirkt er so sympathisch und glaubwürdig, dass wir uns darüber freuten ihn aufgesucht zu haben. Nach seiner Vorstellung

überreichten wir ihm unseren Spendenbeitrag persönlich und er war sichtlich erfreut und dankbar. Der Name Beatocello ist zusammengesetzt aus

Beat ( Vorname von Dr. Richner ) und dem Instrumentennamen Cello.

. Restaurants – Essen

 

Siem Reap gehört zu den touristisch am weitesten entwickelten Städten in Kambodscha. Selbst während der Zeit der " Roten Khmer " wurde dieser

Teil des Landes weitgehend verschont. Das hat zur Folge, dass die Auswahl an Hotels und Restaurants sehr groß ist und täglich kommen neue hinzu.

Wir haben nur in Restaurants in der Umgebung unseres Guesthouses gegessen. Vor allem gefiel uns ein kleines Restaurant an einer Straßenecke, ca.

200 Meter vom Guesthouse entfernt. Sehr gute und vielfältige Auswahl ( Khmer- und Westernfoot ),freundliches Personal und angenehm zu sitzen.

Leider haben wir den Namen vergessen

Das empfohlene " Green Garden " auf der gleichen Straße,  hat uns dagegen nicht gefallen. Das Essen ging, aber unfreundliches Personal ( was sich

ja ständig ändern kann ).

Die nächsten 3 Tage waren also Tempeltouren angesagt. Das Wetter wurde schön, also auch sehr heiß.

Die Touren planten wir so, dass wir uns während der Mittagshitze im Hotel aufhalten konnten.

Nach den Tempeltouren haben wir für den nächsten Tag eine Bootsfahrt zu den schwimmenden Dörfern des Tonle Sap geplant.

. Mittwoch 10. Januar 2001

 

Durch die Veränderungen des Wasserspiegels des Sees in der Regenzeit, mussten die Anwohner ihre Häuser auf einen schwimmenden Untergrund

bauen, um auch in der Regenzeit " trockene Füße " zu haben. Das Absinken des Wasserspiegels in der Trockenzeit läßt fruchtbarer Schwemmland

zurück. Das nutzen die Menschen selbstverständlich zum Anbau von Reis und Gemüse aus. Mindestens eine Ernte ist in dieser Zeit möglich.  Die Fahrt

mit einem Longtailboot dauert etwa 2Std und ist angenehm ( nur der laute Motor stört ). Wenn der Übergang zum See erreicht wird, stellt der

Bootsführer den Motor ab und man kann die völlige Stille des Sees für ein paar Minuten genießen. Die schwimmenden Dörfer bieten viele Fotomotive

und sind sehr interessant. Wer einheimisches Leben " hautnah " erleben möchte, sollte diese Tour unbedingt einplanen.    

Am Nachmittag haben wir dann einen Bummel in die Umgebend des " Alten Marktes " gemacht. Ein interessanter und lebhafter Markt, der sehr schön

Einblicke in das Alltagsleben der Khmers bietet. In der näheren Umgebung findet man Internet Cafes, viele Restaurants und Guesthouses. Eine

angenehme Atmosphäre in der man auch entspannt ein gezapftes Bier genießen kann. Überhaupt haben wir uns in Siem Reap sehr wohl gefühlt. Trotz

viel Tourismus ist Siem Reap eine Kleinstadt mit angenehmer Ausstrahlung geblieben, in der man es gut eine Woche oder länger aushalten kann. Für

die Rückreise am Freitag die Bootstickets gekauft. Man wollte 25 US$ haben. Wir haben hartnäckig gehandelt und sie wieder für 21 US$ bekommen.

Also auch hier gilt unbedingt handeln .

. Donnerstag 11. Januar 2001

 

Für heute hatten wir uns vorgenommen, die Umgebung per Rad zu erkunden. Auf diese Art, so unsere Erfahrung, bestehen die größten Chancen engeren

Kontakt mit der Bevölkerung zu bekommen. Zunächst fuhren wir zum " Alten Markt " um dann am gegenüber liegenden Flussufer weiter in Richtung

See zu fahren. Auf dieser Seite des Flusses gibt es so gut wie keinen Tourismus. Viele kleine Ansiedlungen mit kleinen Wats und netten Mönchen, und

man ist noch mehr in das Geschehen der dort lebenden Menschen einbezogen. Die freundlich und einladend uns fast immer mit einem fröhlichen

" Hello " zuwinkten. Man fühlte sich willkommen und wir waren überrascht, wie sauber die Dörfer sind. Natürlich wieder Fotomotive ohne Ende und

niemand hat etwas dagegen wenn wir fotografierten. Nachfragen, wenn man die persönliche Umgebung der Menschen fotografiert möchte, ist

natürlich selbstverständlich. Leider ist die Verständigung nicht so ganz einfach, denn die Menschen sprechen fast kein englisch und wir kein Khmer.

Der Ausflug ist zu empfehlen, wenn genügend Zeit vorhanden ist.

. Freitag 12. Januar 2001

 

Das Schnellboot legte pünktlich ab. Wie üblich in den AC-Kabinen wieder unerträglich laute und gewaltsame Filme. Entweder Ohrenstöpsel oder raus

aufs Kabinendach.

In Phnom Penh wieder in " unser " Guesthouse. Wir hatten vor unserer Abreise nach Sihnoukville noch 2 Nächte in Phnom Penh eingeplant Zum

Abendessen in ein Khmer Restaurant. Aber es bleibt festzustellen, entweder man ist in diesem Restaurant wirklich auf Khmer-Art oder man geht

besser in ein Westler  Restaurant. Wir hatten leider nicht den Mut. Und so war das Essen nicht besonders. Wir lernten ein Paar kennen, das eine

4tägige Kambodscha Tour in Bangkok auf der Khao San Road gebucht hat. Sie beschwerten sich über die lange An- und Rückreise und die

Schwierigkeiten beim Grenzübertritt ( langwierige Check-in Prozedur). Außerdem zweifelten sie daran, ob 1 Tag Angkor Wat ausreichend sei.

Nach deren Meinung, eine nicht  empfehlenswerte Tour.

. Die letzten Tage in Phnom Penh

 

Shopping, relaxen und durch die Stadt bummeln. Das eine oder andere Wat noch besuchen und eine kleine Bootsfahrt auf dem Mekong unternehmen,

die uns ja noch fehlte. Schade das wir Kratie nicht geschafft haben. Zumal uns ein Traveller erzählte, dass er tatsächlich die Irrawaday Delphine

oberhalb von Kratie gesehen hat.

Beim Shopping etwas Goldschmuck mit Edelsteinen gekauft, preiswert aber wie echt? War nicht von Interesse, Hauptsache es gefiel. Drei

wunderschöne handgeschnitzte Buddha Figuren erstanden. Wohl wissend, dass wir bei der Ausreise aus Thailand möglicherweise Probleme bekommen

könnten. Aber sie sind so schön, dass wir nicht widerstehen konnten. Empfehlenswert für Shopping sind der Zentral Markt und der " Russische " 

Markt. Wobei der letztere zwar äußerlich nicht so ansprechend ist, aber das Angebot noch reichhaltiger, aber auch touristischer ist. Alles an Musik

und Software ( es ist wirklich alles zu haben ) auf CD und DVD für ca. 3,-DM Musik und zwischen 5 und 10DM Software. So preiswert haben wir es

in Thailand nicht gesehen. Das fast alles Raubkopien sind war uns klar. Aber sie waren original verpackt und mit dem originalem Cover versehen. Im

sehr teuren Restaurant " Ponlok " am Fluss gegessen. Wir haben im 1. Stock gesessen und eine wunderschönen Ausblick auf den Tonle Sap und Mekong

genossen. Das Essen war ausgezeichnet, wenn auch mehr als doppelt so teuer wie gewöhnlich. Aber man kann es genießen. Phnom Penh, eine Stadt die

uns sehr gut gefallen hat. Relativ sauber, überschaubar und noch nicht die Hektik und den Wahnsinnsverkehr  von Bangkok. Allerdings eine Warnung:

 

Nach 22Uhr sollte man auf keinen Fall durch einsame und dunkle Straßen gehen.

 

Wir haben mit einem Traveller gesprochen der diese Warnung nicht beachtet hat. Nur Dank seiner guten läuferischen Qualitäten konnte er einem

Überfall entfliehen.

Auf nach Sihanoukville zum Badeurlaub. Wir hatten für den Aufenthalt dort etwa 1 Woche eingeplant.    

Die beste Art zur Küste zu reisen ist sicherlich der Bus. Die Busse sind bequem und die Nationalstraße nach Sihanoukville ist im ausgezeichneten Zustand. Der Bus benötigt mit Pause ca. 3 – 4Std. Diesmal mussten wir unser gesamtes Gepäck mitnehmen, da wir über See/Land nach Thailand ausreisen wollten ( dazu mehr unter Punkt Die Ausreise ). 

 

Sihanoukville 15. Jan 2001 – 22. Jan 2001

 

Das wichtigste Transportmittel ist hier ebenfalls das Motorradtaxi.

Das Guesthouse " Mealy Chenda " macht einen sehr guten Eindruck. Sauber und relativ große Zimmer, die allerdings sparsam ausgestattet sind, für

10US$ das Doppelzimmer. Vom Zimmer aus ( 3. Stock) wunderschöner Blich auf Strand und Meer. Das angeschlossene Restaurant ist voll auf Traveller

abgestimmt, entsprechend die Speisekarte, hat aber eine wunderschöne Terrasse. Es liegt am Victoria Beach der etwa 400m entfernt ist. Dafür liegt

es sehr zentral. Die Chefin und das Personal sind ausgesprochen freundlich und verfügen über umfangreiche Informationen. Der Victoria Beach

gehört mit Sicherheit nicht zu den guten Stränden, und er wird kaum besucht. Für uns keine guten Vorraussetzungen für einen " reinen Strandurlaub"

Wir mieteten uns ein Motorradtaxi und fuhren alle Strände ab. In den Reiseführern werden die Strände sehr treffend beschrieben. Nach unserem

Eindruck ist der Sokha Beach der schönste Strand, hatte aber keine strandnahen Hotels. Den Independence Beach kann man eigentlich vernachlässigen

Der Ochheuteal Beach ist der touristisch am besten erschlossen und es existieren etliche strandnahe Hotels und Guesthouses. Reichlich kleine "

Versorgungsstätten " direkt am Strand sowie Sonnenschutz aus Bambusdächer mit Liegestühle ( 1000 Riel = 0,50DM pro Tag ) und. Der Strand ist sehr

sauber, schöner weißer, pulveriger Sand und recht klares und sauberes Wasser. Die Infrastruktur des Strandes ist auf die einheimischen Touristen

ausgerichtet. Diese Tatsache machte aber den Strand eher interessanter. Eine größere Anzahl einheimischer Touristen ist ohnehin nur am Wochenende zu erwarten. 

Bei der Zimmersuche strichen wir sofort die beiden Luxushotels in Strandnähe, da zu teuer. Das favorisierte Guesthouse war voll und so entschieden

wir uns für das Hotel Holiday. Die Zimmer sollten 20 US$ kosten, sind sehr groß und ausgestattet mit TV und Kühlschrank. Nachdem wir für eine

Woche zugesagt hatten, haben wir den Zimmerpreis auf 17 US$ heruntergehandelt und konnten mit VISA-Card bezahlen ( + 2% Gebühren ). Das

Internet des Hotels steht Hotelgästen zur Verfügung. Etwas teuerer als in der Stadt, dafür aber bequemer. Zum Strand sind es nur ein paar Meter.

Um die Umgebung erkunden zu können, mieteten wir für 5 Tage ein Motorrad für 5 US$ pro Tag. Wir waren zwar aus der Übung, jedoch  hier

draußen ist so gut wie kein Verkehr, so dass wir uns schnell wieder eingewöhnten. Es wird weder ein Führerschein verlangt, noch wird eine Versicherung

abgeschlossen. Diebstahl kommt so gut wie nicht vor.

. Zum Strandleben

 

Herrlich zum schwimmen ( Wasser schon fast zu warm ) und relaxen. Wie schon gesagt, der Strand sehr sauber und hat selbst bei Ebbe gute Schwimmbedingungen. Vor allem kaum lästige Fliegen und keine Sandmücken. Hinzu kam fast jeden Abend der beeindruckende sunset. 

Spannend und unterhaltsam auch " unsere " Strandverkäuferinnen, fast alles junge Mädchen die zwischen 12 und 16 Jahre alt waren. Ihre

Ware trugen sie in Bambuskörben geschickt auf dem Kopf. Vor allem die frisch geschälten Ananas waren köstlich. Sehr kunstvoll zerlegten sie

die Ananas vor unseren Augen, wobei sie sich beim Zerkleinern des Fruchtfleisches eine saubere Plastiktüte über ihre Hände zogen. Das machte die Ananas noch appetitlicher. Zwar waren sie manchmal etwas aufdringlich, aber problemlos war ihnen klarzumachen,  wenn man seine Ruhe

haben wollte. Da fast alle Mädchen leidlich englisch sprechen, ist eine Unterhaltung mit ihnen immer amüsant. Interessant wurde es auch, wenn

am Wochenende die Ausflügler  von Phnom Penh den Strand bevölkerten. Es fanden fröhliche Familienessen, kleine Strandfeten und lustige Badeveranstaltungen statt. Die Frauen und Mädchen gingen grundsätzlich mit T-Shirt und halblanger Hose ins Wasser. Und wenn von ihnen

jemand englisch konnte, kamen auch Gespräche mit Westlern schnell zustande.

Der Strandurlaub am Ochheuteal Beach, der krönende Abschluss unserer Kambodscha Reise.

. Das Fischerdorf

 

Hinter dem Tiefseehafen liegt das Fischerdorf Tomnop Rolok. Mit dem Motorrad problemlos zu erreichen. Die Einwohner, überwiegend Fischer-

familien, sind sehr freundlich und entgegenkommend. Sie haben auch nichts dagegen, wenn man " näher tritt " um zu fotografieren. Dadurch war es

möglich, ein wenig vom täglichen Leben der Menschen zu erfahren. Und natürlich fotografieren; ob Kinder, Boote, Häuser oder Fischer bei der Arbeit

es gibt Motive ohne Ende. Die beste Besuchszeit ist morgens, da dann die Fischerboote zurückkehren. Am Fischermarkt haben wir frische Garnelen gekauft. Jetzt fehlte nur noch die Zubereitung. Gegenüber von unserem Hotel war eine kleine Essensbude in der wir öfters gefrühstückt hatten oder

mal Tee getrunken haben. Wir fragten die Besitzerin ob sie die Garnelen für uns zubereiten würde. Sie hat das gerne für uns getan und eine

Bezahlung für ihre Mühe strikt abgelehnt. Und die frischen Garnelen haben sehr gut geschmeckt.

. Der Markt

 

Ähnelt anderen Märkten in Kambodscha. Aber nichts spektakuläres. Kann man besuchen, gehört aber nicht unbedingt zu den Highlights.

. Die Umgebung

 

Leider kein schöner Anblick da hier alles abgeholzt ist ( z.T. von Vietnamesen und den Thais ). Wir sind viel herumgefahren und haben uns

einmal prompt verfahren. Dann war der Weg/Straße zu Ende und nur ein kleiner Trampelfahrt führte nach ca. 300m zur nächsten Straße. Erst

wollten wir dort lang fahren, aber fiel uns die Warnung vor den Minen ein. Die " Roten Khmer " haben auch hier gewütet. Wir kehrten um und

fanden dann auch irgendwann zur Stadt zurück.

. Schnorcheln/tauchen

 

Wird zwar in Prospekten angekündigt, und wir hatten gehofft ein paar schöne Korallenriffe zu sehen. Sicherlich sind auf den vorgelagerten

Inseln auch welche vorhanden. Aber da gibt es Transportprobleme. Nachgefragt machte man uns ein Angebot für ein Boot pro Tag für 100 US$. Das

war eine Summe die selbst für das Verhandeln entschieden zu hoch war. Wir hatten ja noch Südthailand vor uns, und so beließen wir es bei dieser Nachfrage. Wir sind sicher, dass es noch andere Möglichkeiten gibt.

. Die Ausreise

 

Wir hatten uns das Bootsticket für die Ausreise im Mealy Chenda  Guesthouse gekauft. Dort wird der genaue Ablauf des Grenzübertrittes erläutert.

Der Ablauf ist den Reiseführern ebenfalls ausführlich be-schrieben.

Das Boot startet um 12Uhr und legt nach ca. 3 ½ Stunden am 1. Haltepunkt an. Dort wird es hektisch, da die Ausreisenden ihr Gepäck haben mussten,

und das Boot mit den anderen Fahrgästen ja weiter wollte. Wir akzeptierten einen jungen Burschen der geschickt über das Boot lief und sich um unser

Gepäck kümmerte ( Bootstyp wie die Siem Reap Boote ). Der hatte sich wirklich den US$ verdient. Dann ein Stempel in unseren Pass und umsteigen in

ein kleines Boot. Das wirkte wenig einladend und fuhr, heftig auf die Wellen aufschlagend, zum nächsten Kontrollpunkt. Nach etwa 30 ängstlichen

Minuten ( das Boot machte den Eindruck, als würde es jeden Moment auseinander brechen ) kamen wir dort an. Umstieg auf Motorradtaxis und zum

nächsten Kontrollpunkt. Hier war erst der eigentliche Grenzübergang von Kambodscha. Die Formalitäten gingen relativ problemlos vonstatten. Nur warum

so viele Beamte sich unsere Pässe anschauten, und nur der letzte den Pass stempelte, haben wir nicht verstanden. Dann rüber zum  thailändischen

Kontrollpunkt. Das übliche Formular ausgefüllt, Pass gestempelt und wir waren in Thailand. Mit dem Kleinbus nach Trat, wo wir gegen 18Uhr30 ankamen.

Dort blieben wir erst mal eine Nacht. Die ganze Prozedur hat insgesamt mehr als 7 Stunden gedauert.

Wir hatten diesen Weg gewählt, weil wir evtl. nach Ko Chang oder Ko Mak wollten, uns dann aber doch entschlossen zuerst nach Chiang Mai zu fahren.

Natürlich war diese Art des Ausreisens fast abenteuerlich, wer aber direkt nach Bangkok oder Chiang Mai will, ist besser beraten, wenn er mit dem

Bus zurück nach Phnom Penh fährt und von dort per Flieger nach Thailand ausreist.

 

Ende unserer erlebnisreichen und beeindruckenden Kambodscha Reise.

 

Hinweis fuer den Leser:

 

2 Jahre sind eine lange Zeit fuer aktuelle Informationen. Wir waren ja in diesem Jahr wieder in beiden Laendern und haben

eigentlich vieles wieder so vorgefunden wie bei den ersten Reisen. Preise, Essen und Hotelinfo's sind nicht mehr ganz aktuell.

 

Z. Zt. schreiben wir an unserem Reisebericht von unserer diesjaehrigen Reise, die von Saigon aus ueber das Mekongdelta den Mekong hinauf

ueber Kambodscha bis nach Savannakhet, Laos fuehrte und von dort mit dem Bus zurueck nach Vietnam ( bis Hanoi ). Wir hoffen, dass wir den

Bericht bis Mitte / Ende September fertig geschrieben haben. Entweder Ihr schaut auf unsere Homepage, oder wir schicken den Bericht an

Eure E-Mail Adresse ( die Homepage ist auch erst dann verfuegbar ).

 

( zu Reiseberichte )

( zur Homepage )